Energiemarkt

Warum funktionierende Märkte ausschlaggebend für eine erfolgreiche Energiewende sind

Ohne funktionierende Märkte kann die Energiewende nicht zielführend umgesetzt werden. So kann der Energiemarkt attraktiver werden.

Für eine erfolgreiche Energiewende braucht es einen funktionierenden Energiemarkt.

Funktionierende Märkte sind der zentrale Erfolgsfaktor für die Energiewende. Zu diesem Entschluss kommen die Fachleute auf Oesterreichs Energie Kongress in Pamhagen. Christoph Maurer, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Consentec forderte, den Markt nicht nur als Instrument zur Koordination des Handels der Marktteilnehmer zu verstehen, sondern verstärkt auch als Entdeckungsprozess für Innovationen. Für das Gelingen der Energiewende werde man Lösungen brauchen, die wir heute noch gar nicht kennen.

Versorgungssicherheit muss gegeben sein

Um den Markt weiter zu verbessern, müsse die Politik möglichst stabile und berechenbare gesetzliche sowie regulatorische Vorgaben bieten. Absolute Sicherheit für die Marktteilnehmer könne es nicht geben: „Aber die Politik kann Vertrauen schaffen.“ Für sinnvoll hält Maurer unter anderem einen europaweit geltenden CO2-Mindestpreis. Ferner müsse Strom von unnötigen Abgaben und sonstigen finanziellen Belastungen befreit werden. Nur so sei es möglich, ihn im Sinne der Sektorkopplung auch für den Einsatz in den Bereichen Mobilität und Raumwärme attraktiv zu machen. Weiterhin zentral bleibe das Thema Versorgungssicherheit. Grundsätzlich könne der Markt diese gewährleisten. Einem allfälligen zusätzlichen Sicherheitsbedürfnis seitens der Politik lasse sich aber auch durch Instrumente wie Kapazitätsmechanismen Genüge tun.

Großinvestitionen sind seltener

Karl-Heinz Gruber, Spartensprecher Erzeugung bei Oesterreichs Energie und Geschäftsführer vom Verbund Hydro Power: "Seit der Wirtschaftskrise von 2008 erfolgen Großinvestitionen in der E-Wirtschaft nur mehr im geförderten Bereich“. Der Markt in seiner derzeitigen Form biete keinerlei Anreize für derartige Vorhaben, etwa den Neubau von Kraftwerken. Dies werde noch für die kommenden zehn bis 15 Jahre so bleiben. Folglich müsse die Politik für Investitionsanreize sorgen. Eine diesbezügliche Möglichkeit wäre laut Gruber ein europaweiter CO2-Mindestpreis, mit dem klimaschädliche Technologien wie die Verstromung von Kohle belastet und saubere Erzeugungsarten wettbewerbsfähiger gemacht werden könnten.