Fördertopf

Warum der Heizungswechsel im Winter eine gute Idee ist

So manche Förderung für die Heizungsmodernisierung ist trotz Heizperiodenbeginn noch nicht ausgelaufen. Und tatsächlich ist ein Wechsel im Winter leicht möglich.

Förderung Heizung Austria Email

Heizungsmodernisierung mit Förderung – vielen denken sich da vielleicht: Toll, aber lieber erst nach dem Winter. Doch der Fördertopf „Raus aus Öl“ für 2020 ist nur noch zehn Wochen verfügbar. „Aktuell heißt es zugreifen, solange das Förderfenster offen ist“, sagt daher der Salzburger Installateur-Innungsmeister Andreas Rotter.

Tatsächlich geht ein Heizungstausch auch in der kalten Jahreszeit ohne große Probleme – mobile Heiz- und Warmwasserlösungen machen es möglich. „In kaum einer Woche ist der Wechsel erledigt. Frieren muss dabei sicher niemand, denn Heizung und Warmwasseraufbereitung werden nur wenige Stunden unterbrochen – da kühlt das Haus nicht aus“, so Rotter.

Eine heiße Chance

Auch abseits von „Raus aus Öl“ ist der Heizungstausch im Winter ein regelrechter Geheimtipp – denn viele Installateurbetriebe bieten jetzt niedrigere Preise an. „Die Miete der Mobil-Geräte ist angesichts der oft deutlich günstigeren Konditionen der Installateure im Winter kaum der Rede wert“, sagt Rotter.

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„Raus aus Öl“ hat übrigens noch 62,4 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. 511 Millionen Euro wurden in den letzten sechs Monaten bereits wahrgenommen. „Angesichts steigender Treibhausgasemissionen und Negativzinsen am Sparbuch macht es einfach Sinn, in die eigenen vier Wände zu investieren und langfristig Energie zu sparen“, so Martin Hagleitner, Vorstand von Austria Email. So kann eine neue Heizanlage bis zu 90 Prozent der CO2-Emissionen und bis zu 45 Prozent der Energiekosten reduzieren.

Es gibt aber auch noch andere Förderungen. Bis zu 11.000 Euro lassen sich kombiniert beantragen. Mit dem Investitionsprämiengesetz können sich Unternehmer noch eine Extra-Förderung holen, wenn ihre Investitionen im Sinne des Klimaschutzes getätigt werden – für Wärmepumpen etwa kann man sich 14 Prozent zurückholen. In Kombination mit bestehenden Umweltförderungen von Land und Bund ergibt sich ein Zuschussbetrag von insgesamt bis zu 50 Prozent der Investitionskosten.

Wem der Heizungswechsel mit „Raus aus Öl“ im Winter aber wirklich zu heiß – oder eher: zu kalt – ist, der kann sich noch bis Jahresende für die Förderung registrieren. Danach ist noch bis Mitte Mai Zeit für den eigentlichen Antrag.