Erneuerbare in Amerika

Vereinigte Staaten könnten schon bald ohne Kohlestrom auskommen

Eine neue Studie zeigt, dass Wind- und Solarenergie in Amerika bereits 80 Prozent des Energiebedarfs decken könnten. Sogar bei sehr niedrigen Kosten in der Kohleproduktion sollen die Erneuerbaren konkurrenzfähig sein.

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Rund 80 Prozent des amerikanischen Energiebedarfs können bereits durch Wind- und Solarkraft gedeckt werden. Die restlichen 20 Prozent könnten durch Wasserkraft, Erdwärme und Biomasse ergänzt werden.

Wissenschaftler der Carnegie Institution for Science UCI und dem California Institute of Technology haben eine Wetteranalyse der letzten 36 Jahre durchgeführt und dabei festgestellt, dass Wind- und Solarenergie bereits 80 Prozent des amerikanischen Gesamtenergieverbrauchs decken könnten. „Vor fünf Jahren glaubten viele Menschen, dass die Erneuerbaren zukünftig nur rund 20 bis 30 Prozent des Energieverbrauchs decken können. Die Tatsache, dass wir alleine aus Wind und Sonne bereits 80 Prozent der benötigten Energie bekommen, ist sehr ermutigend“, so Steven Davis, Co-Autor der Studie.

Günstig und Nachhaltig

Der Vorteil der erneuerbaren Energien liegt in den sinkenden Preisen der Technologien. Laut der  Nachrichtenagentur Reuters sind Solar- und Windkraftwerke bereits die günstigsten Energiequellen. Ein weiterer Vorteil liegt in der enormen Ausbaufähigkeit der Erneuerbaren: In der Studie wurden bisher nur Wind- und Solarenergie berücksichtigt. Die restlichen 20 Prozent der benötigten Energie können somit aus weiteren erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Wasserkraftwerke produzieren bereits 6,5 Prozent der amerikanischen Energie. Erdwärme und Biomasse stellen weitere zwei Prozent zur Verfügung und die Technologien können noch ausgebaut werden.

Laut den Forschern sind die Erneuerbaren auch dann ökonomisch sinnvoll, wenn der Kohlepreis sehr niedrig ist. Vor allem Atomkraftwerke seien teuer und würden sich mit der Zeit nicht mehr rentieren. Wichtig ist es nun Speichermöglichkeiten für den Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu finden. Dafür wollen die Forscher nicht nur einen Ausbau der Speichersysteme in Amerika, sondern ein kontinentales Netzwerk, wodurch es möglich sein soll bis zu zwölf Stunden an Strom zu speichern.

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