Grünes Gas

Umbau der Gasnetze hat begonnen

Grünes Gas ist ein zentraler Bestandteil vor kurzem von der Bundesregierung beschlossenen österreichischen Energie- und Klimastrategie. Mit erneuerbaren Gasen sollen die bestehende Infrastruktur weiterhin genützt und im Zuge der Energiewende Milliarden Euro eingespart werden. Das Fit-Machen der Gasinfrastruktur hat bereits begonnen.

„Grünes Gas ist nun ein Teil der österreichischen Energie- und Klimastrategie“, so Manfred Pachernegg, Präsident der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach ÖVGW und Geschäftsführer der Energienetze Steiermark. Dabei soll den Kunden auch während dem Umstieg eine zuverlässige Gasversorgung garantiert werden. Um das, was die Gaswirtschaft leisten soll, auch umsetzen zu können, „brauchen wir nun rasch die notwendigen Rahmenbedingungen im Energiegesetz Neu, im Steuerrecht, aber auch in der Landesgesetzgebung“, so Pachernegg weiter. Denn mit dem vermehrten Einsatz von Grünem Gas kommen zahleiche neue Aufgaben und damit auch herausfordernde Zeiten auf die Gaswirtschaft zu: „Wir müssen etwa die Gasqualität neu definieren. Dazu müssen wir beispielsweise festlegen, wie hoch der Wasserstoffgehalt im Gasnetz sein kann oder wie sauber Biogas sein muss, damit wir es in die Netze einspeisen können.“

Erhebliche Kosteneinsparungen

Durch das Erhalten der Gasnetze und die direkte Nutzung von Grünem Gas könnten erhebliche Kosten im Energiesystem eingespart werden. „So lassen sich die Klimaziele günstiger erreichen“, sagt Pachernegg. Bis 2050 soll die gesamte Erdgasnachfrage auf dem Raumwärmemarkt mit grünem Gas abgedeckt werden können.

Mehr erneuerbares Gas in den Netzen bedeutet mehr heimische Wertschöpfung für Gasversorger, Landwirte oder Erzeuger von Wind- und Sonnenstrom. Einerseits können Abfälle aus Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie zur Gasproduktion verwendet werden. Dieses grüne Gas ist praktisch CO2-neutral, da nur jenes CO2 in die Umwelt abgegeben wird, das zuvor in Pflanzen gespeichert war. Durch den Umstieg auf grünes Gas, können in Zukunft Methanemissionen drastisch reduziert werden. Andererseits kann mit dem Power-to-Gas-Verfahren aus überflüssigem Sonnen- und Windstrom Wasserstoff und in einem zweiten Schritt synthetisches Gas gewonnen werden.

„Für uns als Gasbranche steht jedenfalls fest, dass wir im Hintergrund an den neuen Lösungen arbeiten, die am Ende eines gewährleisten müssten: Das sich für die Konsumenten nichts ändert. Die Konsumenten sollen ihre Gasbrennwertgeräte wie gewohnt in Betrieb nehmen, wenn es die Temperaturen erforderlich machen und die Autofahrer, die mit Grünem Gas unterwegs sind, sollen den besten Kraftstoff im Tank haben“, sagt Pachernegg abschließend.

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