Neue EU-Verordnung

Stromfressern geht's an den Kragen

Seit 1. Jänner dürfen nur mehr hocheffiziente Heizungspumpen verkauft werden. Damit werden europaweit bis zu 11 Mio. Tonnen CO2 eingespart und auch Haushalte können Stromkosten um bis zu 100 Euro senken.

Heizungstechnik

Während der Heizsaison ist die Heizungspumpe rund um die Uhr im Einsatz und sorgt für die Zirkulation des Warmwassers zwischen Wärmeerzeuger und Heizkörper. Dabei verbraucht die Pumpe Strom: mit zirka 400 kWh (Kilowattstunden) beläuft sich das auf rund 10 Prozent des durchschnittlichen Stromverbrauchs eines Einfamilienhauses. Im Schnitt werden etwa 70 bis 150 Euro für den Betrieb einer Heizungspumpe jährlich ausgegeben. Beim Einsatz von hocheffizienten Pumpen kann sich der Betrag auf 5 bis 10 Euro jährlich pro Pumpe minimieren. Wer in Zukunft eine neue Heizungspumpe kauft, wird diese Einsparung genießen können, denn dank einer neuen EU-Verordnung dürfen seit 1. Januar 2013 nur mehr hocheffiziente Pumpen (eine Mindestenergieeffizienzklasse EEI von 0,27) in Umlauf gebracht werden. Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf: „Mit der neuen Verordnung hat die europäische Union einen wichtigen und notwendigen Schritt für mehr Energieeffizienz gesetzt. Je effizienter wir Energie einsetzen, desto geringer wird unsere Abhängigkeit von gefährlichen Energieträgern wie zum Beispiel der Atomkraft.“

Seit 1. Jänner dürfen nur mehr hocheffiziente Heizungspumpen verkauft werden - Stromfressern geht es nun an den Kragen © Wilo
Seit 1. Jänner dürfen nur mehr hocheffiziente Heizungspumpen verkauft werden - Stromfressern geht es nun an den Kragen

Wir sparen den Stromverbrauch Irlands

Durch die neue Verordnung werden langfristig nur mehr hocheffiziente Pumpen in Betrieb sein. „Europaweit sind etwa 140 Millionen Umwälzpumpen im Einsatz, wenn alle alten getauscht werden, wäre es möglich bis zu 23 Terrawattstunden Energie einzusparen, das entspricht dem jährlichen Energieverbrauch Irlands. Auch die Minderung der CO2-Emissionen um 11 Millionen Tonnen ist bemerkenswert“, weiß Energieexpertin DIin Ursula Bodisch von der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Pumpen tauschen und Strom-Spar-Förderung kassieren

Der Pumpentausch zahlt sich aber nicht nur für das Klima, sondern auch fürs Geldbörsel aus. Wenn eine ungeregelte Altpumpe durch eine hocheffiziente Pumpe ersetzt wird, sind 100 Euro Ersparnis pro Jahr kein Problem und die Anschaffung amortisiert sich bereits nach etwa 2 bis 4 Jahren. Mit der Strom-Spar-Förderung des Landes Niederösterreich geht’s noch schneller: Dabei wird der Austausch von alten Elektrogeräten und auch Heizungspumpen mit einem Zuschuss von bis zu 500 Euro belohnt. Voraussetzung dafür ist es einen kostenlosen Stromcheck durch die Energieberatung NÖ durchführen zu lassen und dann das Gerät/die Geräte durch ein Modell der höchsten Energieeffizienzklasse zu tauschen (bei Heizungspumpen die Klasse A). Es empfiehlt sich auch den Stromverbrauch mittels Energiebuchhaltung im Auge zu behalten, wenn er nach einem Jahr um mindestens 10 Prozent gesunken ist, kann noch eine Bonuszahlung von 50 Euro beantragt werden. Bei 30 Prozent Einsparung gibt es sogar 150 Euro.

Anmeldung zur Stromsparförderung und weitere Informationen unter