Coronavirus

Strom- und Gasversorgung sind auch in Krisenzeiten gesichert

Die heimischen Energieversorger sind auf die Coronavirus-Krise gut vorbereitet. Bei der Versorgung mit Strom und Gas soll es keinerlei Probleme geben - nicht einmal bei Zahlungsrückständen.

Die Versorgung mit Strom und Gas ist gesichert, sind sich die heimischen Energieversorger sicher. 

Die heimischen Energieunternehmen halten auch in Zeiten der Coronavirus-Krise die Versorgung mit Gas, Strom, Wärme und Wasser aufrecht. Die Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter wurden erhöht und Notfallpläne aus den Schubladen geholt. Krisenstäbe tagen laufend. Die niederösterreichische EVN sieht von Abschaltungen ab, sollte jemand in Zahlungsverzug sein und auch die Wien Energie beliefert säumige Zahler weiter.

"Es muss sich niemand Sorgen machen, dass Licht oder Heizung nicht funktionieren", so Unternehmenssprecher Stefan Zach am Montag zur APA. Die Versorgung laufe selbstverständlich weiter, versichert er. Vor allem ältere Menschen, die ihre Bankgeschäfte noch persönlich erledigen, müssten dafür das Haus nicht verlassen und könnten später bezahlen. Für Kundenbesuche sind die Servicecenter von EVN und Wien Energie nun geschlossen, Kontakt ist jedoch per Telefon, E-Mail oder Webseite möglich.

Besonders scharfe Sicherheitsvorkehrungen gibt es für jene etwa 100 EVN-Mitarbeiter, die zum Schlüsselpersonal zählen. Sie werden von der Außenwelt weitgehend abgeschottet, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren. Das gelte für Schalt- und Steuerungszentralen für Strom, Gas, Wärme und fürs Personal in den Kraftwerken und Biomasseanlagen, so Zach im ORF-Radio. Weitere 500 Mitarbeiter seien für Wartungsarbeiten im Einsatz, um Mängel rasch beheben zu können.

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Notfallpläne sind aktiv

Bei der Wien Energie wurden schon vorige Woche in den für die Versorgung kritischen Bereichen, wie Kraftwerken Müllverbrennungsanlagen, Leitstellen und Warten die Schichtpläne gemäß Notfallplänen angepasst. So dürfen sich Schichten nicht überschneiden, um Kontakte beim Schlüsselpersonal zu reduzieren. Es werden seit voriger Woche keine nicht betriebsnotwendigen Personen mehr auf die Werksgelände gelassen. Soweit wie möglich werde in Homeoffice gearbeitet. Für mögliche Quarantänefälle seien Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Gewisse Bereiche der Anlagen, etwa Krananlagen in den Müllverbrennungsanlagen, könnten teils automatisiert betrieben werden. Aktuell tagt wieder der Krisenstab.

Die Energie AG Oberösterreich (EAG) hat ebenfalls - wie alle Versorger - Vorkehrungen getroffen, um die Belieferung mit Strom, Gas, Wärme, Wasser usw. sicherzustellen. Die Aufgaben der Einsatz-, Montage- und Technikerteams wurden auf ein Minimum reduziert, um Kunden und Mitarbeiter vor unnötigen Sozialkontakten zu schützen, Reserven für allfällige Spontaneinsätze und -reparaturen seien vorhanden, hieß es am Montag in den OÖ Nachrichten. Alle für heuer geplanten persönlichen Gas-Zählerablesungen wurden zugunsten der Selbstablesung und elektronischen Meldung ausgesetzt. Für alle Mitarbeiter der Abfallentsorgung wurden die Verhaltensregeln neu definiert, damit es auch hier zu keinen unnötigen Gefährdungen kommt. "Alle unsere Maßnahmen zielen darauf ab, dass die Energieversorgung in Oberösterreich uneingeschränkt zur Verfügung steht", heißt es aus dem Unternehmen. (apa/red)

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