Wärmepumpen-Partnerschaft

Stiebel Eltron und Ochsner kooperieren

Die Stiebel Eltron GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Holzminden/D und die Ochsner Wärmepumpen GmbH aus Linz/A kooperieren. Im Zuge dieser deutsch-österreichischen „Wärmepumpen-Partnerschaft“ hat Stiebel Eltron auch einen 35 %-Anteil an Ochsner erworben.

Unternehmen Heizungstechnik Klimatechnik
Vereinbarten die deutsch-österreichische

Wärmepumpen-Kooperation zwischen

Stiebel Eltron und Ochsner (v. l.):

Karlheinz Reitze, GF Stiebel Eltron;

Karl Ochsner senior, GF Ochsner;

Karl Ochsner junior, GF Ochsner;

Kai Schiefelbein, GF Stiebel Eltron.

Bild: HLK

Am 20. August 2013 informierten die Geschäftsführungen der beiden Unternehmen bei zwei Pressekonferenzen (in Frankfurt und Wien-Schwechat) persönlich, dass Stiebel Eltron und Ochsner ab sofort kooperieren und eine Partnerschaft eingegangen sind. Über den Kaufpreis der 35 %-Anteile, die Stiebel Eltron an Ochsner nun hält, haben die beiden Familien geführten Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Keine Auswirkungen hat diese deutsch-österreichische Partnerschaft auf die jeweiligen Vertriebsorganisationen – diese arbeiten auch weiterhin getrennt in den einzelnen Ländern. Lediglich im Bereich „Service“ kann man sich eine gegenseitige Unterstützung in verschiedenen Ländern vorstellen, wurde bei der Pressekonferenz in Wien-Schwechat verlautbart.

Kompetenz im WP-Bereich stärken

„Mit der Kooperation finden zwei Qualitätsanbieter zusammen. Gemeinsam bieten wir eine noch umfangreichere lösungsorientierte Produktpalette für alle Aufgaben, die aus dem Markt heraus an Technologieführer gestellt werden. Wir stärken dank der gegenseitigen Produktergänzungen unsere beiden Unternehmen und festigen damit unsere jeweilige Position bei Wärmepumpen und im Markt der erneuerbaren Energien. Wenn wir diese Stärken weiter nutzen, haben wir großes Potenzial für die Zukunft“, so Geschäftsführer Karl Ochsner jun. und Stiebel Eltron-Geschäftsführer Karlheinz Reitze in ihrer Verlautbarung.

Mit der Transaktion bündeln die beiden traditionsreichen Unternehmen also vor allem ihre technische Kompetenz im Wärmepumpen-Bereich und schaffen durch ein größeres Produktportfolio neue Marktzugänge. Insbesondere wollen die Beiden auf dem Sektor der Groß-Wärmepumpen einiges vorantreiben – dazu soll auch ein eigenes Joint-Venture-Unternehmen gegründet werden (genauer Name und Standort sind noch nicht bekannt).

Mit der Allianz wollen die beiden Unternehmen natürlich auch ihre Marktpositionen festigen und zugleich die internationale Expansion forcieren – nicht zuletzt auch im Hinblick auf den zunehmenden Wettbewerb mit aufkommenden Anbietern aus Asien bzw. Fernost.

Durch die neue Partnerschaft bieten die beiden Unternehmen zukünftig ein Vollsortiment an Wärmepumpen von 1,5 bis 1.000 kW für Heizung, Kühlung und Warmwasserbereitung in den verschiedensten Systemen an. Es stehen Wärmepumpentypen sowohl für Neubauten als auch für die Heizungssanierung sowie für alle Wärmequellen zur Verfügung.

Wärmepumpe = Schlüsseltechnologie

Für das Gelingen der Energiewende mit den beschlossenen Zielen der Europäischen Union – beispielsweise, ab dem Jahr 2020 bei Neubauten ausschließlich Nahezu-Null-Energie-Häuser zuzulassen – spielt der Gebäude- bzw. Raumwärme-Sektor eine entscheidende Rolle. Dabei steht die Wärmepumpe im Zentrum einer praktikablen Umsetzung. Sie ist schon heute eines der umweltfreundlichsten und effektivsten Heizsysteme – im Neubau dominiert die Wärmepumpe (WP) in Österreich schon jetzt; aber auch im Sanierungsbereich gibt es einen starken Trend zu WP-Lösungen.

Außerdem stellt die Wärmepumpe eine ideale Möglichkeit dar, (überschüssigen) Ökostrom in Form von Wärme für das Gebäude zu „speichern“ (vereinfacht formuliert). Außerdem kann mit der Wärmepumpentechnik auch die Effizienz bei Projekten im Industrie-/Gewerbe-/Kommunal-Bereich enorm gesteigert werden, wie realisierte Projekte vor Augen führen.