Windkraft

Steirische Windkraftkapazität soll stark ausgebaut werden

Die steirische Energiestrategie sieht ein Anwachsen der Windkraft bis 2030 auf 1.000 Megawatt vor. Bisher wurde dafür aber wenig getan und so belegt das Bundesland beinahe den letzten Platz beim Ausbau der Erneuerbaren. Die Windkraft soll das nun ändern.

In der Steiermark soll der Ausbau der Windkraft stark forciert werden. 

1999 begann das erste Steirische Windkraftwerk seine Rotorblätter zu drehen und so erneuerbare Energie zu erzeugen. Mittlerweile gibt es in der Steiermark rund 100 Windräder mit einer Gesamtleistung von 237 Megawatt. Damit können bereits 4,5 Prozent des steirischen Stromverbrauchs mit Windstrom abgedeckt werden und so viel CO2 eingespart werden, wie 140.000 PKWs ausstoßen. Mehr als 500 Personen finden einen Arbeitsplatz in der Windbranche. Derzeit sind noch weitere Windparks mit einer Leistung von mehr als 100 Megawatt bereits bewilligt oder noch in Planung.

Beinahe Schlusslicht bei Erneuerbaren-Ausbau

Im österreichweiten Vergleich geht der Ausbau der Erneuerbaren in der Steiermark nur sehr schleppend voran. 51 Prozent beträgt der Stromanteil der Erneuerbaren. Damit belegt die Steiermark den Vorletzten Platz der österreichischen Bundesländer. Nur in Wien ist der Erneuerbaren-Anteil noch geringer. „Die Entwicklung im Strombereich in der Steiermark ist alles andere als ausreichend“, zeigt sich Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft, besorgt. 

Am 16. Jänner 2018 wurden mit der neuen steirischen Energiestrategie bis 2030 ambitionierte Ziele beschlossen. Die Windenergie soll bis 2030 auf 1.000 Megawatt anwachsen. Damit könnten 2,5 Milliarden Kilowattstunden Windstrom erzeugt und rund ein Viertel des steirischen Stromverbrauchs abgedeckt werden. Um den Windkraftausbau auch tatsächlich zu ermöglichen, müssen nun neue Flächen ausgewiesen werden. Derzeit wird das Sachprogramm Windenergie überarbeitet, um zusätzliche Flächen für 650 Megawatt Windkraftleistung festzulegen. „Dabei ist es wichtig, dass alle diese Flächen rasch feststehen, damit die Betreiber mit den Genehmigungsverfahren beginnen können“, stellt Moidl fest. Da die Projektentwicklung und Genehmigung rund fünf Jahre dauert und danach die Windparks zu errichten sind, würde eine Flächenausweisung in mehreren Schritten die Zielsetzung bis 2030 in Frage stellen.

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