GDI 2050

Steigende Energiepreise: Thermische Sanierung rechnet sich

Die Preise für Gas, Heizöl und Strom klettern nach oben und auch die bevorstehende CO2-Bepreisung wird die Kosten für Heizung und Warmwasser befeuern. Eine energetische Sanierung des Gebäudebestandes nutzt also nicht nur dem Klima, sondern auch dem Portemonnaie.

In Österreich warten an die 1,9 Millionen Wohneinheiten und ca. 60.000 öffentliche Gebäude darauf, klimafit gemacht zu werden. Daher entfallen immer noch gut 10 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes auf den Bereich Wohnen. Derzeit liegt jedoch die Sanierungsrate bei 1,5 Prozent, anstatt bei den von Experten geforderten bei 3 Prozent. Seit Monaten schießen zudem die Großhandelspreise für Gas hoch und auch die positive Wirtschaftsentwicklung treibt die Nachfrage nach Rohöl sowie Strom nach oben. Die Weitergabe dieser Preiserhöhungen an die Endverbraucher könnte also im kommenden Jahr für alle im Geldbörserl spürbar werden. Zusätzlich werden fossile Energieträger durch das Inkrafttreten der Steuerreform 2022 und der darin enthaltenen CO2-Bepreisung teurer werden – was im Wohnbereich allerdings mit einer thermischen Sanierung abgefedert werden kann.

Ökosoziale Steuerreform sorgt ab 2022 für weiteren Preisschub beim Heizen

Durch die CO2-Bepreisung werden sich ab dem Jahr 2025 die Kosten für die Befüllung eines Heizöltanks in einem Einfamilienhauses grob gerechnet um ca. 450 Euro pro Jahr (Berechnung der CO2-Bepreisung am Beispiel Ölheizung EFH mit 2.500 Liter Tank/Jahr) erhöhen. Ab 2026, wenn sich der CO2-Preis pro Tonne am freien Markt orientiert, könnten Heizöl-befeuerte Haushalte bereits mit ca. 850 Euro Mehrkosten pro Tankfüllung rechnen. „Ganz abgesehen davon, dass wir die Klimakrise in den Griff bekommen müssen, zahlt es sich jetzt aus, Gebäude nach dem Stand der Technik thermisch zu sanieren. Denn es gibt nicht nur bereitgestellte Fördermillionen, die darauf warten abgeholt zu werden, die geplante Steuerreform beinhaltet auch die Möglichkeit, Maßnahmen zur thermischen Sanierung steuerlich abzusetzen,“ appelliert Dr. Clemens Demacsek, Geschäftsführer der GDI 2050. „So breit und umfassend wie in den kommenden Jahren werden Sanierungsmaßnahmen wohl kaum mehr subventioniert werden. Der alleinige Heizkesseltausch ist dabei aber zu kurz gegriffen. Zuvor muss der energetische Bedarf des gesamten Gebäudes optimiert werden,“ sagt Clemens Demacsek.

Über GDI2050

Die Gebäudehülle+Dämmstoff Industrie 2050 hat sich als Organisation und Interessensvertretung der Dämmstoff- und Fensterindustrie sowie weiterer Hersteller aus dem Bereich der Gebäudehülle zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz im Gebäudebereich zu verbessern und zukunftsfit zu machen. Zu den Mitgliedern der GDI 2050 zählen aktuell GPH – Güteschutzgemeinschaft Polystyrol-Hartschaum, BMI Austria GmbH, Insundlation GmbH, Internorm Fenster GmbH, IVPU Österreich und Sunpor Kunststoff GmbH.