PVA mit Weckruf an die Regierung

Start der Petition „Sonnenstromwende Jetzt“

Sie soll ein Weckruf für die Regierung sein, die jüngst gestartete österreichweite Petition „Sonnenstromwende Jetzt“ des Bundesverbandes Photovoltaic Austria (PVA). Über die Hintergründe und Forderungen dieser Petition und wie Sie diese unterstützen können, lesen Sie hier.

Photovoltaik Photovoltaic Austria Petition Sonnenstromwende Jetzt

Initiierten/unterstützen die Petition „Sonnenstromwende Jetzt“ (v.l.): Dr. Hans Kronberger (Präs. PVA), DI Dr. Kurt Leeb (eww Anlagentechnik), DI Mag. Gudrun Senk (Wien Energie), DI Christoph Panhuber (Energie AG OÖ Renewable Power), DI Vera Immitzer (Generalsekr. PVA), Ing. Gerald Hotz (Fronius), Ing. Thomas Becker (ATB-Becker Photovoltaik).

Der Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) steht zu vollkommen hinter dem Plan der Bundesregierung, die österreichische Stromproduktion bis zum Jahr 2030 zu 100% auf erneuerbare Primärenergie umzustellen. Dieses Vorhaben wurde neben der Regierungserklärung in der ersten Regierungsklausur am 5. Jänner 2018 in Seggau bekräftigt und am 28. Mai 2018 unter dem Titel „Mission 2030“ im Ministerrat beschlossen. Hans Kronberger vom PVA: „Damit hat die österreichische Bundesregierung ein europaweites Signal für eine echte Energiewende am Stromsektor gesetzt. Es gilt nun diesen Plan in die Tat umzusetzen. Dazu bedarf es einer Mobilisierung aller Kräfte, sowohl der Vertreter der erneuerbaren Energieträger auf der einen als auch der politischen Akteure auf der anderen Seite. Nur durch ein harmonisches Miteinander kann das Ziel erreicht werden!“
Angesichts der Größe der Aufgabe schlägt der PVA einen raschen Start einer Sonnenstrom-Initiative vor und lädt die Bevölkerung dazu ein, ihre Zustimmung in Form einer Petition „Sonnenstromwende Jetzt“ kundzutun, denn „Gut Ding braucht Eile“.

Drei zentrale Punkte/Forderungen

Die Petition enthält drei zentrale Punkte, die eigentlich rasch zu erledigen wären:
1.         Die von der Regierung angekündigte Streichung der Eigenverbrauchsabgabe auf selbst erzeugten Strom. Diese wäre mit einem einfachen Federstrich im Elektrizitätsabgabegesetz zu bewerkstelligen.
2.         Eine klare Formulierung des geplanten 100.000-Dächer-Photovoltaik-Programms zur Orientierung für das Errichtergewerbe. Das Gewerbe braucht Planungssicherheit, um sich auf die Herausforderung vorzubereiten.
3.         Die Investitionsförderung des Klima- und Energiefonds für Kleinanlagen bis 5 kWp hat in Österreich an Beliebtheit gewonnen. Das Fördervolumen wurde aber von 8 Mio. Euro auf 4,5 Mio. Euro reduziert. Gefordert wird eine Fortführung dieser Förderung mit ausreichendem Budget. Denn das erste Drittel der heurigen Förderung war bereits nach zwei Wochen vergeben und es ist absehbar, dass die Summe nicht annähernd ausreichen wird, um das Interesse zufriedenzustellen.

Gerade für das installierende Gewerbe wäre die Erfüllung der Punkte wichtig, denn es entsteht zwar ein kurzfristiger Auftragsboom, aber danach ist wiederum ein Stillstand bis zur nächsten Förderwelle zu erwarten. Und um die Klima-Energie-Strategie-Ziele der Bundesregierung für das Jahr 2030 zu erreichen, müsste die Photovoltaik nach übereinstimmenden Prognosen dafür 14 bis 15 Terawattstunden Strom/Jahr (das sind 14–15 Gigawattpeak installierte Leistung) beitragen und somit einen großen Teil der Reform schultern. Dies kann nur gelingen, wenn mit dem Start sofort begonnen wird.

Wo man die Petition unterzeichnen kann

Die Petition des Bundesverband Photovoltaic Austria ist als Weckruf an die Regierung gedacht, mit der die Österreicher (m/w) ihre Zustimmung zu den Forderungen bekräftigen können. Der PVA hofft auf über 10.000 Unterschriften. Die Petition „Sonnenstromwende Jetzt“ kann man auf der eigens eingerichteten Website unterstützen. Die Angabe von Name, Postleitzahl und E-Mail-Adresse sowie eine Bestätigung (der E-Mail-Adresse) reichen aus, um die Ziele der Petition zu unterstützen.