Kältemittel-Schmuggel

Spanien: 19 Tonnen illegale Kältemittel sichergestellt

Spanische Polizei- und Zollbeamte konnten in Murcia und Granada nun 19 Tonnen an illegalen Kältemittel sicherstellen. Drei Personen wurden verhaftet, auch für die Käufer gibt es Konsequenzen.

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In Spanien konnten mehrere Tonnen Kältemittel sichergestellt werden.

Bei einer Razzia in illegalen Kühlmittellagern in Murcia und Granada konnte Polizei und Zoll 1.885 Zylinder mit insgesamt 19 Tonnen illegal importiertem Kältemittel sicherstellen. Unter dem Codenamen "Fluoris" wurden bei der Razzia unter anderem Behälter mit dem ozonschädigenden Kältemittel R22 aufgegriffen. Zusätzlich wurden R507, die Nachrüstgase R437A und R407H, das HFO R1234yf und die GWP-ärmere Alternativmischung R452 entdeckt.

Illegaler Handel schadet nationalen Betrieben

996 Kältemittelflaschen wurden in Atarfe in der Provinz Granada gefunden, 889 Zylinder wurden in einem Seecontainer in Alhama de Murcia entdeckt. Drei Personen wurden bei dem Einsatz verhaftet, gegen fünf weitere Personen, unter anderem Käufer der Kältemittel, wurden Ermittlungen eingeleitet. Einige der Flaschen waren falsch etikettiert, was auf einen Steuerbetrug hinweist. 

Die Spanische Genossenschaft von Installateuren und Facility Managern (CNI), die mehr als 6.000 Installations- und Wartungsunternehmen vertritt, hat zuvor den "ernsthaften Schaden" angeprangert, den der illegale Handel mit Kältemitteln seiner Industrie, der Umwelt und der Wirtschaft zufügt. CNI hat geschätzt, dass das beschlagnahmte Kältemittel den Fiskus rund 690.000 Euro an entgangenen Steuern kostete und die Vernichtung über 200.000 Euro kosten wird.