Gefährlicher Wandel

So wirkt sich der Klimawandel auf Österreich aus

Lange, trockene Sommermonate, Dürre und schmelzende Gletscher: Österreich ist schon lange vom Klimawandel betroffen. Mit welchen Folgen zu rechnen ist.

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In den kommenden Jahren ist mit einem steten Temperaturanstieg zu rechnen. 40 Grad Celsius sollen keine Seltenheit sein. 

Während die Waldbrände in Portugal und Griechenland zunehmen, wiegen wir Österreicher uns häufig noch in Sicherheit vor dem Klimawandel. Doch auch hierzulande ist er bereits deutlich spürbar. Eines der sichtbaren Zeichen der Erderwärmung ist das Schmelzen der Gletscher. In Österreich liegen 925 dieser Gletscher und alle sind vom Klimawandel betroffen. Um rund 16 Prozent sind die Gletscher in Österreich zwischen 1969 und 1998 zurückgegangen. Schreitet die Erderwärmung weiter fort, könnten die österreichischen Gletscher bis Ende des Jahrhunderts sogar ganz verschwunden sein. Das ist nicht nur eine Katastrophe für die Umwelt, sondern auch für den Tourismus. Viele Skigebiete sind dadurch nicht mehr schneesicher und somit für den Tourismus gänzlich ungeeignet. 

Dürre und Hitzewelle

Wer glaubt, Wassernot gibt es nur in südlichen Regionen, der irrt. Der April war außergewöhnlich trocken und auch die Monate davor gab es nur sehr wenig Niederschlag. In der Gemeinde Dobersberg im Waldviertel führt dies schon jetzt zu Schwierigkeiten bei der Trinkwasserversorgung. Die Gemeinde bittet dort um einen sparsamen Umgang mit Wasser und hat das Befüllen von Swimmingpools untersagt. Ähnlich sieht es in der Gemeinde Aigen-Schlägl aus. Auch dort müssen die Bewohner ihren Wasserverbrauch zurückschrauben. 

Durch den geringen Niederschlag laufen Flüsse und Seen Gefahr auszutrocknen. Durch die niedrigen Flusswasserstände beschränkt sich dadurch die Stromerzeugung aus der Wasserkraft. Die Kühlung von kalorischen Kraftwerken ist ebenso auf kühles Flusswasser angewiesen. Mit der starken Hitze kann es somit zu einem Kollaps des Energiesystems und häufigen Stromausfällen kommen.

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Die zunehmende Hitze setzt vor allem auch den Städtern zu. Bebaute Gebiete heizen sich schneller auf als unbebaute, wodurch es bei den Einwohnern zu Schlafstörungen und Gesundheitsproblemen kommen kann. Besonders Kinder und ältere Menschen sind davon betroffen. 

Wirtschaftliche Folgen

Schäden in der Höhe von rund einer Milliarde Euro werden jährlich durch Unwetter und Klimaveränderungen verrichtet. Bis 2050 könnten die Kosten auf bis zu 8,8 Milliarden Euro pro Jahr ansteigen. Dafür reicht eine globale Erwärmung von zwei Grad Celsius. Vor allem häufige Hochwasser könnten in Zukunft große Schäden verursachen, wie es in einer Analyse der Umweltschutzorganisation Global 2000 heißt. Zwischen 1981 und 2010 war mit durchschnittlichen Schäden von 200 Millionen Euro pro Hochwasserereignis zu rechnen. Zwischen 2035 und 2065 sollen die Folgekosten auf durchschnittlich 400 Millionen bis 1,8 Milliarden Euro ansteigen. 

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