Wie gedruckt

So wird das erste 3D-Druck-Haus in Deutschland klimatisiert

Im nordrhein-westfälischen Beckum entsteht gerade Deutschlands erstes Wohnhaus aus dem 3D-Drucker. Wie ein Haus gedruckt wird und wie es anschließend beheizt, gekühlt und belüftet werden soll, erfahren Sie hier.

Etwas größer als dieses Häuschen wird das gedruckte Einfamilienhaus in Deutschland ausfallen.

Über drei Achsen bewegt sich der Druckkopf des 3D-Druckers auf einem fest installierten Rahmen und zieht dabei Schicht für Schicht die ersten Wände des ersten deutschen Haus aus dem 3D-Drucker hoch. In den Düsen des Druckers befindet sich Spezialbeton, mit dem das zweigeschossige Einfamilienhaus errichtet wird. Für einen Quadratmeter doppelschaliger Wand benötigt das Gerät lediglich etwa fünf Minuten. Durch diese innovative Technik lassen sich gegenüber den herkömmlichen Bauweisen nicht nur erheblich Zeit einsparen, auch der Ressourcenverbrauch soll deutlich geringer sein. Außerdem eröffnet diese Technologie größere Freiheit bei der Gebäudegestaltung. Dem Pilotprojekt hat sich der Schalungsexperte PERI aus Weißenhorn angenommen, der davon ausgeht, dass 3D-Druck die Bauweise der Zukunft sein wird.

Wärme, Kühlung und frische Luft ohne 3D-Druck

Nach seiner Fertigstellung wird das Haus, das etwa 160 Quadratmeter Wohnfläche bieten wird, von einer Split Luft/Wasser-Wärmepumpe Vitocal 200-S beheizt und an heißen Sommertagen gekühlt. So herrschen ganzjährig angenehme Temperaturen im Inneren des Hauses. Die Wärmepumpe ist mit einem COP von bis zu 5,0 hocheffizient und deshalb in die Energieeffizienzklasse A++ eingestuft.

Daneben wird der neue Vitoset Wärmepumpen-Hybridspeicher WPU 300/100L als Heizungspuffer und Speicher-Wassererwärmer zum Einsatz kommen. Der Hybridspeicher ist eine besonders platzsparende Lösung, die aus einem emaillierten 300 Liter Warmwasserspeicher und einem 100 Liter Pufferspeicher besteht. Der Speicher wird komplett isoliert in einem Stück angeliefert. 

White Paper zum Thema

Frische, saubere und vor allem möglichst keimfreie Raumluft ist in Zeiten von Corona so wichtig wie nie zuvor. Deshalb erhält Deutschlands erstes 3D-Druckhaus das zentrale Wohnungslüftungssystem Vitovent 300-W. Dieses neue Lüftungssystem ist besonders leise, sehr kompakt und gewinnt in der kalten Jahreszeit bis zu 92 Prozent der in der Abluft enthaltenen Wärme heizkostensparend zurück. Kombiniert mit der Vitocal 200-S Wärmepumpe kann die Lüftung jederzeit ganz bequem über die kostenlose ViCare App per Smartphone bedient werden. Ein weiterer Vorteil für Bauherren: Die Kombination aus Vitocal 200-S und Vitovent 300-W erfüllt die Anforderungen des BAFA für die Förderung im Neubau.