ZVSHK-Umfrage zur ISH

SHK-Handwerk mehrheitlich für Präsenzmessen

Eine aktuelle Umfrage in Deutschland zeigt: die dortigen Innungsbetriebe im SHK-Fachhandwerk setzen trotz Corona mehrheitlich auf das analoge Messeformat und auf die ISH 2021 als Leitmesse für Klimaschutz, Innenraumluftqualität und Hygiene. Die Umfrage liefert aber noch weitere interessante Details.

SHK ZVSHK Umfrage ISH 2021

Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK: „Wir erwarten von den Markt- und Branchenpartnern ein positives Bekenntnis und Mut zum Kundenkontakt auf der ISH 2021. Immer unter der Voraussetzung, dass sie verantwortbar durchzuführen ist!“

Angesichts der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Unsicherheiten keimt vielerorts die Frage auf, ob und wie die geplante Weltleitmesse ISH vom 22. – 26. März 2021 in Frankfurt am Main stattfindet.
 

Umfragedetails

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), die Standesorganisation von 48.000 Handwerksbetrieben mit fast 375.000 Beschäftigten in Deutschland ist, hat im August 2020 rund 20.000 SHK-Unternehmer von Innungsbetrieben nach ihrer aktuellen Einstellung zu Messeveranstaltungen befragt. Die Rücklaufquote war mit rund 1.600 teilnehmenden Betrieben ähnlich hoch wie bei den quartalsweise durchgeführten Konjunkturbefragungen. „Wir wollten von den Mitgliedern unserer Verbandsorganisation wissen, wie sie in Zeiten von Corona das Thema Messe grundsätzlich beurteilen“, erläutert Helmut Bramann (Hauptgeschäftsführer des ZVSHK) die Zielsetzung der Umfrage. Zusammengefasst lautet das Ergebnis: weit über 80 % der befragten Handwerker halten Präsenzmessen weiter für wichtig und erforderlich. Nicht einmal fünf Prozent der Unternehmer können sich vorstellen, zukünftig ausschließlich auf rein virtuelle Formate bei der Produktinformation zu setzen. Zwei von drei Befragten wollen die Entscheidung für einen Messebesuch abhängig machen von dem jeweiligen Hygienekonzept vor Ort.
 

Hohe Zustimmung zur ISH 2021

Mit Blick auf die im März 2021 geplante ISH in Frankfurt am Main wollte der ZVSHK zudem wissen, ob das Innungshandwerk die Leitmesse weiter als Branchen-Treffpunkt und Informationsplattform für erforderlich hält. 71,9 % der Befragten stimmen dieser Aussage zu. Einen ähnlich hohen Zustimmungswert (69,8 %) erhielt die Aussage, dass die verantwortungsbewusste Durchführung der ISH und anderer Branchenmessen gerade in Corona-Zeiten gesellschaftlich relevante Aufgaben wie Klimaschutz, Energieeffizienz, Hygiene und Gesundheit in den öffentlichen Fokus rücken wird.
„Wir sind uns alle einig, dass die ISH 2021 aufgrund des strikten Hygienekonzeptes (Anm.: hier geht es zum Schutz- und Hygienekonzept der ISH) anders verlaufen wird als die Messen zuvor“, kommentiert Helmut Bramann. Der ZVSHK wollte daher von den Betrieben wissen, ob die sich daraus ergebenden Folgen wie großzügige Gehwege, kein Gedrängel auf den Messeständen und in den Hallen nicht sogar als Vorteil für einen eigenen Messebesuch gewertet werden können. „Zwei Drittel der Mitgliedschaft sieht das genauso!“, sagt Helmut Bramann zum Umfrageergebnis und gibt sich zuversichtlich, dass das Fachhandwerk im kommenden März die ISH in großer Zahl besuchen wird. „Vorausgesetzt, sie ist verantwortbar durchzuführen.“ Die Aussage „Gerade im Jahr 2021 kann/sollte die ISH zeigen, dass die SHK-Branche für Hygiene, Klimaschutz und Innenraumluftqualität Lösungen parat hat“, halten über 70 % der befragten SHK-Unternehmer für richtig. „Diese hohe Zustimmung rundet das Bild ab, das die Umfrageergebnisse uns spiegeln“, sagt Bramann.
 

White Paper zum Thema

ZVSHK erwartet Präsenz

„Für unser Handwerk bleiben Präsenzmessen unverzichtbar. Und ein überzeugendes Hygienekonzept wird sicherstellen, dass die Fachbesucher aus dem Handwerk im März 2021 einen ISH-Besuch in Frankfurt fest einplanen.“ Und der ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Helmut Bramann ergänzt: „Die Messe hat frühzeitig ein umfassendes und ausgereiftes Hygienekonzept vorgestellt, das mit den zuständigen Behörden abgestimmt ist. Ich habe daher wenig Verständnis dafür, dass gegenwärtig bedeutende Marktpartner ihren ISH-Auftritt absagen und das Thema Hygiene dabei als Absagegrund nennen. Für mich ist das wenig stichhaltig, zumal die Messegesellschaft die Stornofrist für verbindliche Anmeldungen noch einmal weit in den November verschoben hat. Es geht hier wohl eher um risikoaverse Renditesicherung. Und das geht nur, weil das SHK-Fachhandwerk als maßgebliche Vertriebsstufe gegenüber seinen Kunden eben nicht genauso reagiert hat. Hätte man hier auch gesagt, „Wir sind nicht da“, was dann? Das sieht man deutlich bei den ausländischen Herstellern, deren nationale Absatzmärkte mitunter deutlich eingebrochen sind: Hier gibt es kaum Absagen zur ISH 2021.“
Sein Schlussargument: „Wir erwarten von den Markt- und Branchenpartnern ein positives Bekenntnis und Mut zum Kundenkontakt auf der ISH 2021. Immer unter der Voraussetzung, dass sie verantwortbar durchzuführen ist!“