Kältemittel-Schmuggel

Rotterdam: Über 1.000 illegale Kältemittelflaschen beschlagnahmt

Kältemittel mit einem CO2-Äquivalent von 28.073 Tonnen konnten die niederländischen Behörden nun in Rotterdam sicherstellen. Die Kältemittel wurden in illegalen Behältern von China in die Niederlande geschmuggelt.

1.150 illegale Flaschen wurden in Rotterdam beschlagnahmt.

Die niederländischen Zollbehörden und das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) haben kürzlich eine große Lieferung von 1.150 illegalen HFC-Flaschen im Hafen von Rotterdam aufgegriffen. Und das, nur wenige Tage nachdem der Europäische Technische Ausschuss für Fluorkohlenwasserstoffe (EFCTC) neue Daten veröffentlicht hatte, die zeigen, dass der Schwarzmarkt für illegale HFCs bis zu einem Drittel des legalen Marktes ausmachen könnte. Diese Beschlagnahme zeigt, dass der illegale Handel mit FKWs in ganz Europa floriert.

Von China nach Rotterdam

Die Ladung stammte aus China und war per Lkw vom Hamburger Hafen zum Hafen von Rotterdam transportiert worden. Der Endbestimmungsort wäre Litauen gewesen. Sie enthielt 1.150 Flaschen mit R134a, R32 und R404A und R410a, was 28.073 Tonnen CO2-Äquivalent entspricht. Dies ist vergleichbar mit den jährlichen Emissionen von mehr als 20.000 Mittelklassewagen in Europa. Alle Zylinder waren nicht nachfüllbar, der Import nach Europa ist illegal.

Tim Vink, stellvertretender Vorsitzender des EFCTC und Direktor für Regulierungsfragen bei Honeywell, kommentierte die Beschlagnahmung: "Dank der ausgezeichneten Arbeit des OLAF und der lokalen Vollzugsbehörden konnte verhindert werden, dass diese große Partie illegaler HFKW auf den Schwarzmarkt gelangt. Diese neuen Beweise aus dem wirklichen Leben und unsere jüngste Datenanalyse zeigen, dass das organisierte Verbrechen immer noch von der mangelnden Durchsetzung profitiert. Es zeigt auch, dass die nationalen Behörden ihre Durchsetzungsaktivitäten verstärken. Das EFCTC bekämpft illegale HFCs in enger Zusammenarbeit mit dem Privatdetektiv Kroll, dem OLAF und den lokalen Vollzugsbehörden. Jeder, der verdächtige Aktivitäten entdeckt, kann diese über die EFCTC Action Line melden und anonym bleiben".

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F-Gase-Verordnung wird verschärft

Er fügte hinzu: "Eine Schlüsselaktion, die die Behörden leicht umsetzen können, ist das Verbot der Lieferung von HFCs in Einwegflaschen, da der Großteil des illegalen Handels über Einwegflaschen erfolgt, oft über E-Commerce-Plattformen. Die andere dringende Maßnahme ist die Verschärfung der Vorschriften für Transittransporte aller umweltsensiblen Güter, einschließlich FKW", fügte er hinzu. Die F-Gas-Verordnung verpflichtet die Industrie, die Auswirkungen von FKWs auf das Treibhauspotenzial durch ein Quotensystem schrittweise zu reduzieren. Da sich die EU auf eine weitere Quotenreduzierung im Jahr 2021 zubewegt, besteht dringender Bedarf an einer besseren Durchsetzung. Der Schwarzmarkt für Kältemittel untergräbt die Klimaziele der EU, finanziert das organisierte Verbrechen und wirkt sich negativ auf europäische Unternehmen in der gesamten Lieferkette aus.

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