PV-Ausbau

Regierung erschwert Bürgern die Photovoltaik-Installation

Nach nur drei Monaten wurde das Förderbudget für PV-Kleinanlagen dieses Jahr ausgeschöpft. Das liegt zum einen am hohen Interesse der Bürger Photovoltaikanlagen zu installieren, andererseits hat die Regierung das Förderbudget nahezu halbiert. Der Bundesverband Photovoltaic Austria kritisiert das stark.

Mit geringeren Fördermitteln wird es für die Bürger schwieriger PV-Anlagen zu installieren.

In einem Rekordtempo wurde dieses Jahr das Förderbudget für PV-Kleinanlagen des Klima- und Energiefonds ausgeschöpft. Nach einem späten Start im Mai dieses Jahres und einem beinahe halbierten Förderbudget, ist innerhalb von drei Monaten der Fördertopf zur Gänze vergeben. Vera Immitzer, Generalsekretärin des Bundesverband Photovoltaic Austria PVA: „Nach nur etwas über 100 Tagen ist diese, für die Branche enorm wichtige Förderquelle, versiegt. Da half auch die Aufstockung des Budgets Mitte Juli mit zusätzlichen 360.000 Euro nicht wesentlich weiter.“ Trotz zahlreicher Gespräche und regem Austausch mit den zuständigen Stellen werden voraussichtlich keine Fördergelder mehr zur Verfügung gestellt werden können. Mit dem Förderbudget von 4,5 Millionen Euro können 3.300 Anlagen beziehungsweise 16,4 Megawattpeak gefördert werden - im Vorjahr waren es fast doppelt so viele.  

Regierung blockiert

Immitzer betont erneut: „Die Kürzung von Förderbudgets ist und bleibt eine äußerst negative und problematische Entwicklung und widerspricht den Umweltzielen der Regierung.“ Auch wenn die diesjährige Klimafondsförderung kleiner als das Jahr davor ausgefallen ist, stellt sie an sich ein funktionierendes Fördersystem dar. Es kann Modellcharakter für die Zukunft haben, sofern es auch kontinuierlich gestaltet wird, was heuer leider nicht der Fall war.“ Zukünftig müssen Fördersysteme und Rahmenbedingungen etabliert werden, die einfach administrierbar, für den Einreicher gut handhabbar sowie langfristig planbar für das Gewerbe sind. Die derzeitige Stop&Go Förderpolitik lässt die Zielerreichung in weite Ferne rücken. Der PVA hat entsprechende Vorschläge für das anstehende 100.000 Dächer-Programm sowie einen Maßnahmenkatalog zur Erreichung von 15 Gigawattpeak Photovoltaik bis 2030 erarbeitet. Das Konzept wird in den nächsten Wochen an das Ministerium übergeben, um möglichst rasch und noch 2019 eine neue Förderschiene starten und die Rahmenbedingungen kontinuierlich verbessern zu können.

Folgen Sie HLK auf Twitter: @HLKmagazin