Förderung

Raus aus Öl-Bonus wird verlängert

Mit einem Volumen von 20 Millionen Euro wurde der Raus aus dem Öl-Bonus nun einstimmig vom Nationalrat verlängert. Der Zeitpunkt einer Heizungsmodernisierung ist somit ideal.

Der Umstieg von eine Ölheizung auf ein umweltfreundlicheres Heizsystem wird weiter belohnt.

Um zusätzliche 20 Millionen Euro wird der Fördertopf für den Raus aus dem Öl-Bonus für heuer aufgestockt. Das hat der Nationalrat nun einstimmig beschlossen. Seit März wird der Tausch eines fossilen Kessels auf ein erneuerbares Energiesystem mit bis zu 5.000 Euro unterstützt. Die bereitgestellten 42,6 Millionen Euro wurden aber bereits Ende Juni aufgrund der hohen Nachfrage ausgeschöpft. 

"Mit der Verlängerung der Bundesförderung und den sommerlichen Temperaturen ist nun der beste Moment gekommen, das alte Heizsystem zu tauschen", so Andreas Rotter, Obmann des Zukunftsforum SHL und Innungsmeister der Salzburger Landesinnung Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik. „Wer Bundes- und Landförderung kombiniert, bekommt bis zu 11.000 Euro Zuschuss. Gerade jetzt im Sommer haben die Installateure Zeit.“

Bundesweites. Ölheizungs-Verbot im Neubau soll folgen

Rund 600.000 Ölheizungen gibt es derzeit noch in Österreich, das sind rund 14 Prozent aller Heizanlagen. In manchen Bundesländern ist der Anteil an Ölheizungen besonders hoch, in Tirol liegt er beispielweise bei 27 Prozent aller Heizanlagen. „Der Gebäudesektor ist sehr wesentlich, wenn es um die Erreichung unserer Klimaziele geht“, betonte ÖVP-Klubobmann-Stellvertreterin Elisabeth Köstinger, die dieses Förderinstrument im Vorjahr als Umweltministerin eingeführt hatte. „Ölheizungen zählen zu den wesentlichen Verursachern klimaschädlicher CO2-Emissionen, daher ist der Ausstieg ein wirklich wichtiges Projekt.“ In den nächsten Monaten soll auch der Einbau von Ölheizungen im Neubau bundesweit verboten werden, bislang gibt es solche Verbote nur vereinzelt in den Bundesländern.

„Im Jahr 2018 haben 35 Prozent der Antragsteller bei der Sanierungsoffensive diesen Bonus in Anspruch genommen“, so Köstinger. „2019 waren es schon 79 Prozent der Antragsteller, also mehr als 6.500 Haushalte, die diesen Bonus in Anspruch genommen haben und ihren Ölkessel rausschmeißen wollen.“

„Die Aufstockung ist ein wichtiges Signal in Richtung Energiewende. Aber es ist noch viel zu tun. Es gilt nunmehr im Wärmesektor auch ein generelles Ölheizungsverbot bundesweit durchzusetzen, die enorme Warteschlange bei den Anträgen für Holz-KWK-Anlagen abzubauen sowie Steuererleichterungen für die Einspeisung erneuerbarer Gase umzusetzen, damit der verantwortungsvolle Weg auch weiterhin fortgesetzt werden kann“, erklärt Franz Titschenbacher, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes.

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