ÖkoFEN_e

Pilotanlage in Gmunden installiert

Kürzlich wurde die Pilotanlage der Strom erzeugenden Pelletsheizung ÖkoFEN_e im Bezirk Gmunden in Betrieb genommen. Die neue Heizung liefert sogar ausreichend Strom zum Aufladen des eigenen Elektroautos.

Heizungstechnik

Erst kürzlich wurde ÖkoFEN für die erste Strom erzeugende Pelletsheizung ÖkoFEN_e mit dem österreichischen Umwelttechnologiepreis „Daphne“ ausgezeichnet. Jetzt wurde im Rahmen dieses Projekts die erste stromproduzierende Pelletsheizung mit Stirlingmotor im Bezirk Gmunden in Betrieb genommen. Familie Sperl aus Scharnstein setzt damit neben der Umweltfreundlichkeit der Anlage auch auf die Zukunftstechnologie, Strom im Eigenheim zu erzeugen: „Wir freuen uns als Pilotpartner ausgewählt worden zu sein und endlich auch in unserem Haus Strom und Wärme aus Holzpellets erzeugen zu können“, zeigt sich der neue Smart_e-Besitzer Friedrich Sperl erfreut.

Im Einfamilienhaus von Familie Sperl wird jetzt neben der Solaranlage und der PV-Anlage auch mit Pellets geheizt und gleichzeitig Strom erzeugt © ÖkoFEN
Im Einfamilienhaus von Familie Sperl wird jetzt neben der Solaranlage und der PV-Anlage auch mit Pellets geheizt und gleichzeitig Strom erzeugt

Ausreichend Strom zum Aufladen des eigenen Elektroautos

Ende Februar wurde die erste Pellematic Smart_e im Bezirk Gmunden in Scharnstein in Betrieb genommen. Die Anlage mit einer Leistung von 14 Kilowatt versorgt ganzjährig die Wohnräume der Familie Sperl auf einer Gesamtfläche von 140 m² mit Strom und Wärme aus Pellets. Vor Installation der Strom erzeugenden Pelletsheizung wurde das Haus mit einer Holzzentralheizung mit einer maximalen Leistung von 15 kW beheizt. Zusätzlich ist auch ein Kachelofen im Wohnraum vorhanden.

Die rund 10 m² große thermische Solaranlage wird für die Brauchwasserbereitung genutzt. Große Nachteile gab es bisher beim Bedienkomfort: Die Holzheizung musste mindestens zweimal täglich angeheizt werden. Auch in den Übergangsmonaten, wenn die Solaranlage nicht ausreichend Wärmeenergie lieferte, musste manuell geheizt werden. Da Familie Sperl der ökologische und sparsame Umgang mit Energie sehr wichtig ist, wird seit kurzem auf die stromerzeugende Pelletsheizung gesetzt. Nun kann im Eigenheim auch genügend Strom erzeugt werden und damit das hauseigene Elektroauto aufgeladen werden.

Elisabeth, Friedrich und Sohn Florian Sperl, Christian Zeller (ÖkoFEN, Abteilung F&E) und Installateur Andreas Gahleitner aus Neufelden (v.l.n.r.) bei der Inbetriebnahme der Pilotanlage © ÖkoFEN
Elisabeth, Friedrich und Sohn Florian Sperl, Christian Zeller (ÖkoFEN, Abteilung F&E) und Installateur Andreas Gahleitner aus Neufelden (v.l.n.r.) bei der Inbetriebnahme der Pilotanlage

1 Kilowatt elektrische Leistung

Die Pellematic Smart_e, so der Name der stromproduzierenden Pelletsheizung von ÖkoFEN, nutzt das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Der Stirlingmotor ist zusammen mit dem serienmäßig integrierten Pellets-Brennwertmodul in einem Schichtspeicher mit 600 Liter Volumen eingebaut. Das System produziert 14 Kilowatt Wärme und 1 Kilowatt elektrischen Strom.

Um die langfristige Funktion des Stirlingmotors sicherzustellen, entwickelten die ÖkoFEN Ingenieure eine eigene, vollautomatische Reinigungseinrichtung für den Erhitzerkopf des Stirlingmotors.

Ein Großteil des Strombedarfs des Einfamilienhauses wird mit der Strom erzeugenden Pelletsheizung abgedeckt, der überschüssige Strom wird ins öffentliche Stromnetz des Energieversorgungsunternehmens KFD eingespeist. Neben dem Stirlingmotor wird durch eine Photovoltaik-Anlage Ökostrom erzeugt. Der Stirlingmotor ist eine perfekte Ergänzung zur PV-Anlage, da der Stirling gerade im Winter und in den Übergangsmonaten am meisten Strom erzeugt.