World Bioenergy Association

Österreicher wird Präsident

Der Vorstand der World Bioenergy Association hat in seiner Sitzung im Mai 2020 Christian Rakos (61) zum Präsidenten des Verbandes bestellt. Was der neue Präsident aus Österreich meint und bewegen möchte, lesen Sie hier.

Bioenergie World Bioenergy Association Christian Rakos Neuer Präsident

DI Dr. Christian Rakos: „Die nachhaltige Nutzung von Bioenergie spielt eine eminent wichtige Rolle in unserem Kampf gegen den Klimawandel.“

Die World Bioenergy Association ist ein Verein mit Sitz in Stockholm. Er wurde 2008 mit dem Ziel gegründet, die nachhaltige Nutzung von Bioenergie auf globaler Ebene zu fördern und sich für politische Rahmenbedingungen einzusetzen, die das ermöglichen. Der Verein hat rund 260 Mitglieder aus über 50 Ländern und engagiert sich unter anderem in politischen Foren wie den UN Klimakonferenzen, dem G20 Gipfel und anderen Veranstaltungen mit globaler energiepolitischer Perspektive.
Der studierte Physiker DI Dr. Christian Rakos wurde am 6. Mai 2020 zum Präsidenten der World Bioenergy Association gewählt. Rakos folgt damit Remigijus Lapinskas aus Litauen, dessen Funktionsperiode nach vier Jahren regulär endete. Vor Rakos und Lapinskas war mit Heinz Kopetz, dem ehemaligen Direktor der steirischen LWK, bereits einmal ein Österreicher an der Spitze des Weltverbands.
Zusätzlich zu seinen Aufgaben als Geschäftsführer von proPellets Austria freut sich Rakos auf seine neue, ehrenamtliche Rolle: „Die nachhaltige Nutzung von Bioenergie spielt eine eminent wichtige Rolle in unserem Kampf gegen den Klimawandel. Es ist mir eine große Freude und Ehre, hier etwas beitragen zu dürfen. Dass ein Österreicher nun bereits zum zweiten Mal den Weltverband leiten darf, unterstreicht die führende Rolle, die unser kleines Land in diesem Bereich technologisch und wirtschaftlich spielt.“

Bioenergie mit enormem Potenzial

Auch die Bioenergie spielt weltweit gesehen eine führende Rolle. Denn der Beitrag der Bioenergie zur globalen Energieversorgung ist fast siebenmal so hoch wie jener der Kernenergie.
Dazu meint Rakos: „Bioenergienutzung auf Basis moderner Technologie und nachhaltiger Bewirtschaftung hat ein enormes Potenzial. Österreich ist hier mit dem Ansatz der nachhaltigen regionalen Nutzung von Holzbrennstoffen mit modernster Technologie für viele ein Vorbild. Auf globaler Ebene könnte alleine die Nutzung von Ernterückständen – die vielfach noch auf den Feldern verbrannt werden – bis zu 14 Prozent des globalen Energieverbrauchs decken. So könnten Pellets aus Stroh oder anderen Ernterückständen Brennholz und Holzkohle in vielen Ländern des Südens ersetzen. In diesen Ländern kochen über zwei Milliarden Menschen täglich mit Brennholz oder Holzkohle und zerstören dadurch riesige Waldbestände durch Übernutzung. Diesen Übergang zur einer nachhaltigen Bioenergienutzung zu fördern ist mein wichtigstes Ziel als neuer Vorsitzender des Weltbioenergieverbands.“

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