Brexit

No Deal-Brexit: Stiebel Eltron warnt vor Lieferschwierigkeiten nach Großbritannien

Der deutsche Systemtechnik-Hersteller Stiebel Eltron richtet sich auf einen harten Brexit Ende März ein und warnt vor Lieferschwierigkeiten nach Großbritannien.

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Der Mann ist skeptisch. Und Brite. "Der Glaube, dass sich die 27 verbleibenden Staaten der europäische Union auf britische Sonderwünsche einlassen werden, so wie sich das viele Briten wohl vorgestellt haben, war meiner Meinung nach töricht", sagt Nicholas Matten, CEO des deutschen Heizsystem-Herstellers Stiebel Eltron über die schwierige Position Großbritanniens, nachdem das britische Unterhaus mit überwältigender Mehrheit den Deal der britischen Premierministerin Theresa May mit der EU abgelehnt hatte. 

Für Stiebel Eltron ist Großbritannien eigentlich ein wichtiger Markt, der nun in ungewisse Wässer abgleitet. „Wir stufen bereits seit Oktober des vergangenen Jahres die Wahrscheinlichkeit eines harten Brexit als sehr hoch ein“, so Matten. Nach der Niederlage der Regierung im House of Commons dürfte die Wahrscheinlichkeit für einen harten Brexit ohne Deal gestiegen sein - und Stiebel Eltron tut alles, um Lieferschwierigkeiten vorzubeugen. "Um bei einem ungeregelten EU-Austritt das Chaos bei der Wareneinfuhr zu umgehen, haben wir jetzt schon mit der Bevorratung von Produkten in UK begonnen. So können wir für die kommenden Monate die Lieferfähigkeit garantieren", sagt Matten. 

Die Auslandsvertretung von Stiebel Eltron in Großbritannien vertreibt unter anderem Wärmepumpen und Durchlauferhitzer, die am deutschen Stammsitz im niedersächsischen Holzminden gefertigt werden.

Der gebürtige Brite Matten ist auch persönlich von dem Brexit betroffen - und seine Meinung recht klar. Der Brexit sei "ein historischer Fehler". 

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