FH OÖ

Neue Präzisionsmessstation für Solarstrahlung

Das Welser FH-Studium Öko Energietechnik bildet die Energieexperten der Zukunft aus. Nun dürfen sich die Studierenden und ProfessorInnen über eine außergewöhnliche Messstation zur präzisen Messung der Solarstrahlung am Dach der Welser FH freuen.

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„Derartige Messgeräte gibt es in Österreich nur am Sonnblick auf über 3.100 m, auf der Hohen Warte in Wien sowie an den Universitäten Innsbruck und Graz“, freut sich der Professor für Photovoltaik, DI Dr. Robert Höller. Mit drei Strahlungsmessgeräten werden gleichzeitig und zeitlich hoch aufgelöst die solare Global-, Direkt,- und Diffusstrahlung gemessen. Damit kann das solare Potenzial am Standort Wels sehr genau ermittelt werden. Die FH kann nun auch an Benchmarking-Projekten der Internationalen Energieagentur teilnehmen.

Öko Energietechnik-Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Peter Zeller (li) und DI Dr. Robert Höller mit der neuen Präzisionsmessstation für Solarstrahlung © FH OÖ
Öko Energietechnik-Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Peter Zeller (li) und DI Dr. Robert Höller mit der neuen Präzisionsmessstation für Solarstrahlung

„Im Gegensatz zu herkömmlichen Messstationen wird die Diffusstrahlung mit einem sogenannten Pyranometer, das mit einer auf einem Tracker nachgeführten „Schattenkugel“ die direkte Solarstrahlung abblockt, gemessen. Damit lässt sich viel exakter als bisher die Diffusstrahlung ermitteln“, erklärt Höller. Darüber hinaus wurde ein neues Instrument (Pyrheliometer) zur Messung der direkten Solarstrahlung angeschafft und alle Messgeräte am Dach der Welser FH im Zuge des Umbaus neu kalibriert.

Internationale Energieagentur bedient sich

Ziel ist es, mit dieser Präzisionsmessstation an Benchmarking-Projekten der Internationalen Energieagentur (IEA) teilzunehmen. Die Daten werden dabei unter anderem als Trainingsdaten für statistische Vorhersagemodelle (Kurzzeitprognosen) der Solarstrahlung verwendet. „Solche Prognosen können einen wertvollen Input für die Betriebsführung von Solarkraftwerken liefern. Darüber hinaus werden die Daten im Rahmen der Ausbildung im Bachelor- und Masterstudium des Studienganges Öko Energietechnik eingesetzt sowie im Rahmen von Bachelor- und Masterprojekten als Input für Photovoltaik-Anlagensimulationen verwendet“, erklärt Höller.