SCHNEIDER ELECTRIC + ASHOKA

Kreative Projekte zur Bewältigung von Energiearmut in Europa gesucht

Gemeinsam suchen (und fördern) Ashoka und die Schneider Electric Stiftung 15 innovative Organisationen, die mit ihren Projekten zur Bewältigung von Energiearmut und zur Steigerung von Energieeffizienz in Europa beitragen.

Unternehmen

In fünf europäischen Ländern werden Initiativen

ausgewählt und gefördert, die kreative, tiefgreifende

Lösungen zur Milderung von Energiearmut und zur

Steigerung von Energieeffizienz umsetzen.

Initiativen könnensich bis zum 01. Oktober 2017

unter www.tacklefuelpoverty.com bewerben.

Bild: Schneider Electric

Sinkende Einkommen, steigende Energiekosten und schlechte Energieeffizienz sind die Hauptursachen für Energiearmut.

Gravierende Folgen

In Österreich sind die Folgen zunehmend zu spüren: 2015 gab es laut E-Control rund 22.500 Abschaltungen bei Strom und knapp 6.000 bei Gas. Hauptgrund für Abschaltungen sind nicht-bezahlte Rechnungen.

Laut einer Untersuchung der Statistik Austria im Auftrag der E-Control waren 2014 3,1 %der österreichischen Haushalte (rund 117.000 Haushalte) energiearm. Laut einer Schätzung des europäischen Parlaments sind in Europa zwischen 50 und 125 Millionen Menschen von Energiearmut betroffen! Elektrizität und Wärme sind für sie nicht bezahlbar – mit gravierenden Folgen für Wohlbefinden und Gesundheit.

Der HLK-Redaktion ist ein konkreter Fall aus Wien bekannt, wo es als Folge der nicht-bezahlten Rechnungen im Winter zur Strom-Abschaltung kam und die Person in weiterer Folge erkrankte – durch die Vorerkrankung war dies für diese Person tödlich. Detail am Rande: Für das Wiedereinschalten des Stroms wäre ein neuer Elektrobefund der Anlage Voraussetzung gewesen. Diese hätte rund 5.000 Euro gekostet. Unleistbar für jemanden, der seine Stromrechnung nicht zahlen kann.

Energie als Menschenrecht

Bisher steckt die Diskussion zum Thema Energiearmut hierzulande noch in den Kinderschuhen. Abgesehen davon: In vielen Teilen dieser Welt gibt es viele Menschen, die überhaupt keinen Zugang zur Stromversorgung haben, weil es sie schlicht und einfach nicht gibt. Und hier setzt ein Gedanke an, den Schneider Electric, der globale Spezialist für Energiemanagement und Automatisierung, mit den Projekten seiner Stiftung, der Schneider Electric Foundation, unterstützt: Energie als Menschenrecht festzuschreiben.

Einen starken Partner mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Realisierung von Projekten, die gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Kompetenzen überwinden, hat Schneider Electric in der NGO Ashoka gefunden.

Innovative Lösungen gesucht

Gemeinsam suchen Ashoka und die Schneider Electric Stiftung nun 15 innovative Organisationen, die mit ihren Projekten zur Bewältigung von Energiearmut in Europa beitragen. In dem Programm „Social Innovation to Tackle Fuel Poverty“ werden in fünf europäischen Ländern Initiativen ausgewählt und gefördert, die kreative, tiefgreifende Lösungen zur Milderung von Energiearmut und zur Steigerung von Energieeffizienz umsetzen. Die ausgezeichneten Initiativen werden Teil des „Tackle Fuel Poverty Programms“ und nehmen an einem zwölfwöchigen persönlichen Mentoring-Programm teil, in dem eine effektive Skalierungsstrategie für die eigene Organisation ausgearbeitet wird. Sie werden auf der Klimakonferenz COP23 im November 2017 in Bonn öffentlich bekannt gegeben und stellen zum Ende des Programms ihre erarbeiteten Skalierungsstrategien auf einer internationalen Abschlusskonferenz in Rom vor.

Initiativen können sich bis zum 01. Oktober 2017 bewerben.