Förderung für Zukunftstechnologie

Komfortlüftung findet vermehrten Zuspruch

Komfortlüftungen werden bei Neubauten und Sanierungen vermehrt zum Standard und auch von der Tiroler Wohnbauförderung forciert. Deshalb veranstaltete Energie Tirol einen „Tag der frischen Wohnraumluft“ im Energiehauspark Innsbruck.

Lüftungstechnik

Der Mensch verbringt durchschnittlich 90 % seiner Lebenszeit in Innenräumen. „Allein deshalb sollten wir uns bewusst sein, wie wir mit dem ‚Lebensmittel’ Luft umgehen“, regt Roland Kapferer, Energieberater von Energie Tirol zum Nachdenken an. Für eine ausreichende Luftqualität müsste nämlich alle zwei Stunden eine Stoßlüftung durchgeführt werden und wer hat dafür heute schon Zeit? Die einfache Lösung heißt Komfortlüftung. Diese sorgt kontinuierlich für frische Raumluft. Beim „Tag der frischen Wohnraumluft“ im Raiffeisen Wohncenter und im Schafferer Holzhaus konnten die Besucher die einfache Technologie „live“ erleben und Vorurteile abbauen, wie Energie Tirol-Beraterin Melanie Mayr erklärte: „Die Frischluft wird so sanft in die Wohnräume eingebracht, dass es keine Zugerscheinungen gibt. Fenster können bei Bedarf jederzeit geöffnet werden und auch hygienisch gibt es keine Bedenken, solange die Filter regelmäßig getauscht werden. Als weiterer Vorteil neben dem Frischluftkomfort wird überschüssige Feuchtigkeit abgeführt, was Schimmelschäden verhindert. Durch die Wärmerückgewinnung spart man viel Energie und entlastet die Umwelt.“

Raiffeisen Wohncenter-Berater Thomas Elzenbaumer, Energie Tirol-Beraterin Melanie Mayr und Roland Kapferer Bild: Komfortlüftung

Höhere Wohnbauförderung für Komfortlüftungen

Die Besucher wurden auch über die wesentlichen Änderungen der neuen Wohnbauförderungsrichtlinien des Landes Tirol vorab informiert, die voraussichtlich ab 1. Juli dieses Jahres in Kraft treten sollen. „Komfortlüftungen werden von der Wohnbauförderung sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen stark berücksichtigt. Dazu senken Komfortlüftungen durch die Wärmerückgewinnung den Heizwärmebedarf eines Gebäudes und erhöhen bzw. ermöglichen somit eine Wohnbauförderung“, erläutert Roland Kapferer von Energie Tirol. Zudem sei vielen Bauherren und Sanierern nicht bewusst, dass zukunftsfähige Gebäude wie Plusenergie-, Passiv- (A++) und Niedrigstenergiehäuser (A+, A) immer eine Komfortlüftung brauchen. Für den Einbau spricht neben dem Komfort ständig frischer Luft auch der Werterhalt. „So wie heute Autos ohne Klimaanlage fast unverkäuflich sind, werden Gebäude oder Wohnungen ohne Komfortlüftung schon in zehn Jahren entsprechend weniger Wert sein“, gibt Roland Kapferer abschließend zu bedenken.

Komfortlüftungen filtern Staub und Pollen aus der Außenluft. Die Filter sind einfach zu wechseln, wie Energie Tirol-Beraterin Melanie Mayr zeigt Bild: Komfortlüftung