EU-Klimastrategie

Köstinger stimmt Verlängerung der Kohle-Subventionen zu

Die EU-Kommission stellte nun eine neue Klimastrategie mit erfreulichen Inhalten vor. Gleichzeitig stimmt Umweltministerin Elisabeth Köstinger als EU-Ratsvorsitzende der Verlängerung der Kohle-Subventionen zu.

Die Kohle-Subventionen werden bis 2035 weitergeführt. 

Die Europäische Kommission legte nun den Entwurf der neuen Klimastrategie vor. Dieser beinhaltet verschiedene Szenarien zur Realisierung der Pariser Klimaziele in der EU. Bis 2050 soll Europa demnach klimaneutral werden. Die globale Erwärmung soll deutlich unter zwei Grad Celsius liegen, Ziel ist es sie bei 1,5 Grad zu stoppen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt den Entwurf, sieht aber gleichzeitig Handlungsbedarf im Zeitplan. Um den Klimakollaps zu verhindern, dürfen laut Greenpeace ab 2040 nicht mehr klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen werden, als durch Maßnahmen wie beispielsweise Aufforstung wieder eingespart werden. “Die neue Klimastrategie der EU ist eine Chance für das Klima und somit auch für künftige Generationen. Um die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen, muss die EU allerdings bereits 2040, und nicht erst 2050, klimaneutral werden”, sagt Adam Pawloff, Klimaexperte bei Greenpeace in Österreich. “Nun liegt es an den EU-Mitgliedsstaaten – so auch an Österreich – dafür zu sorgen, dass der Vorschlag der Kommission verbessert und keinesfalls verwässert wird”.

Kohle-Subventionen werden fortgeführt

Umweltministerin Elisabeth Köstinger widmet sich indes aber eher der Verlängerung der Kohle-Subventionen. Laut einer Aussendung der Umweltschutzorganisation Global 2000 hat die Ministerin in ihrer Rolle als Ratsvorsitzende nun einem Vorschlag zur Verlängerung der Kohle-Subventionen in der EU zugestimmt. Bis 2035 sollen die Subventionen demnach ausgeweitet werden. „Schon mit den derzeit viel zu schwachen EU-Klimaplänen spielen wir russisches Roulette mit dem Klima, statt Sicherheit für die Bürger zu garantieren. Eine glaubwürdige Politik bedeutet Null-Emissionen bis 2040 und eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 60 Prozent bis 2030“, fordert Klimasprecher Johannes Wahlmüller.