Windenergie

Kletterweltmeisterin erklimmt 50 Meter hohes Windrad auf der Donauinsel

Die Kletterweltmeistern Jessica Pilz hat heute die weltweit erste Kletterroute auf einem Windrad absolviert. Auf den 50 Metern zeigte die Kletterweltmeisterin, was sie kann.

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Die Kletterweltmeisterin auf dem Weg zur Spitze des Windrads.

Wien Energie, Betreiber des Windrades auf der Donauinsel, hat die Kletterweltmeisterin Jessica Pilz eingeladen, das 50 Meter hohe Windrad zu erklimmen. „Mich fasziniert die Stromproduktion mit Windkraft schon lange. Nun bin ich hochgeklettert, um mir alles aus der Nähe anzusehen", so Pilz. 

Das Windrad auf der Donauinsel wurde 1997 von Wien Energie errichtet und war das erste Windrad in Wien. Mit 50 Metern Nabenhöhe, 30 Metern Rotordurchmesser und einer Leistung von 0,2 Megawatt zählt das Windrad auf der Donauinsel zu den kleinsten Windkraftwerken in Österreich. „Klimaschutz ist das Gebot der Stunde, im Großen wie im Kleinen“, erklärt Wien Energie-Geschäftsführer Karl Gruber. „Das Windrad auf der Donauinsel erzeugt etwa 300.000 Kilowattstunden pro Jahr. Damit kann Wien Energie mehr als 100 Wiener Haushalte pro Jahr mit CO2-freien Strom versorgen“. 

Moderne Windräder haben eine Höhe von etwa 140 Metern und erzeugen soviel Strom wie rund 2.000 Haushalte verbrauchen. Die Stromerzeugung aus Windkraft trägt aktiv zum Klimaschutz bei. „Ein einziges modernes Windrad spart 4.500 Tonnen CO2 pro Jahr. Das ist soviel wie 2.000 Autos ausstoßen“, erklärt Stefan Moidl von der IG Windkraft. „Derzeit wird eine Novelle des Ökostromgesetzes im Parlament verhandelt. Allein die 200 fertig genehmigten Windräder die seit teilweise seit 2016 in der Warteschlange hängen, können weitere zwei Prozent des Stromverbrauchs von Österreich zur Verfügung stellen. Jetzt ist die Politik im Nationalrat gefordert mit einer Novelle des Ökostromgesetzes dies zu ermöglichen.“

Industriekletterer

Doch nicht nur bei der Kletteraktion auf der Donauinsel geht es spektakulär zu. Bei 1.313 Windrädern in Österreich sind Inspektoren und Industriekletterer vor Ort. In schwindelerregenden Höhen und abgeseilt von der Windradgondel müssen zum Beispiel Rotorblätter und auch der Turm auf Schäden untersucht werden. Allerdings ist „der Inspektor“ nicht immer ein Mensch: „Bei uns werden alle Windparks bereits mittels Drohne und künstlicher Intelligenz kontrolliert“, so Gruber. „Die Qualitätsprüfung ist damit schon digitalisiert. Erst danach kommen Industriekletterer für die Details und Reparaturen zum Zug.“

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