Wasserkraft

Kleinwasserkraft Österreich sieht dringenden Ausbaubedarf

Während Österreich und Europa unter der ersten Hitzewelle des Jahres ächzt warten derzeit mehr als 120 vollständig bewilligte Kleinwasserkraft-Anlagen auf ihre Unterstützungsverträge. Die Kleinwasserkraft Österreich fordert nun die Umsetzung eines Notfallpakets.

Ein Notfallpaket soll die Kleinwasserkraft voranbringen.

Mehr als 120 vollständig bewilligte Kleinwasserkraft-Anlagen warten derzeit auf Unterstützungsverträge. Die Kleinwasserkraft Österreich sieht darin ein Symbol der großen Baustellen, die die vergangene Regierung im Bereich Klima- und Energiepolitik hinterlassen hat. 

Übergangsregierung ist gefragt

Mit einer gemeinsamen Aktion vor der sinnbildlichen Parlamentsbaustelle haben die österreichischen Erneuerbaren Verbände auf die Problematik aufmerksam gemacht. Die Hoffnung ruht nun auf dem Parlament und der Übergangsregierung die notwendigen Notfallmaßnahmen umgehend umzusetzen. Die Regierung, die mit der Prämisse angetreten ist, Schaden von der Republik abzuhalten, sei nun gefordert genau dies zu tun, so die Verbände.

Im Bereich der Kleinwasserkraft gibt es demnach drei vordringliche Notfallmaßnahmen: Abbau der Warteschlage, Beendigung der Benachteiligung von Überschusseinspeisern, die Einbindung von Ökologischer Revitalisierung sowie Kleinwasserkraftspeicher und -pumpspeicher.

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"Mit diesem Paket könnte die Phase bis zur Bildung einer neuen Regierung überbrückt werden. Die neue Regierung muss dann rasch wesentlich umfassendere Maßnahmen ergreifen. Es ist längst Zeit zu Handeln. Überschriften müssen mit Inhalten ergänzt werden", zeigt sich Kleinwasserkraft Österreich-Geschäftsführer Paul Ablinger überzeugt und verweist darauf, dass mit diesen Maßnahmen zusätzliche 220.000.000 Kilowattstunden Jahresarbeitsvermögen hinzu kämen und dabei eine Wertschöpfung von fast 800 Millionen Euro ausgelöst würde.