NEUE ÖNORM B 5020

Keine Legionellen durch Kühlanlagen

Die neue ÖNorm B 5020 regelt die Wasserqualität in Verdunstungs-Rückkühlanlagen. Damit soll das unkontrollierte Wachstum von Mikroorganismen verhindert werden.

Klimatechnik Recht

In vielen technischen Prozessen, aber auch bei der Klimatisierung von Räumen fällt überschüssige Wärmeenergie an. Eine effiziente Methode, diese Wärme an die Umgebungsluft abzuführen, sind Verdunstungs-Rückkühlanlagen. Das neue Regelwerk hilft, das unkontrollierte Wachstum von Mikroorganismen (wie z. B. Legionellen) in derartigen Systemen rechtzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.

Die neue ÖNorm B 5020 definiert, wie die Wasserbeschaffenheit in Verdunstungs-Rückkühlanlagen zu kontrollieren ist, um dem Wachstum gefährlicher Mikroorganismen vorzubeugen. Das Regelwerk bezieht sich auf Anlagen, bei denen im Kreislauf geführtes Kühlwasser verdunstet, und macht präzise Angaben, wie und in welchen Zyklen Proben zu entnehmen sind, wie mit diesen zu verfahren ist und wie die Ergebnisse zu bewerten sind. Betreiber und Instandhalter derartiger Systeme können damit ihre Anlagen sicher betreiben und darauf vertrauen, dass sie auf dieselben Standards zurückgreifen wie die überwachenden Behörden und jene Stellen, die die Untersuchungen durchführen.

Die neue ÖNorm B 5020 „Anforderungen an die mikrobiologische Wasserbeschaffenheit in Verdunstungs-Rückkühlanlagen“ wurde mit 1. November 2013 publiziert. Da es in diesem Bereich bislang europaweit keinerlei normative Regelung gab, nimmt Österreich hier eine Vorreiterrolle ein. Möglich wurde dies nicht zuletzt durch die konstruktive Zusammenarbeit von Anlagenherstellern, Behörden, Prüfeinrichtungen und Anwendern im Normengremium.