Coronavirus

Homeoffice und geringere Produktion: Netzlast sinkt im Industriebereich

Durch das Coronavirus sinkt der Strombedarf der Industrie. Der Stromkonzern Verbund befindet sich laut eigener Aussage von einem "stabilem Krisenbetrieb".

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Die Stromversorgung sei gesichert, "wir sind in einem stabilen Krisenbetrieb", sagt Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber.

Nach Angaben von Verbund-Generaldirektor Wolfgang Anzengruber führt die Coronavirus-Krise schon zu einem geringeren Strombedarf der Industrie, die ihre Produktion gedrosselt hat. Die Last im heimischen Stromnetz ist um ein Zehntel niedriger als in normalen Zeiten. Die Stromversorgung sei gesichert, "wir sind in einem stabilen Krisenbetrieb", sagte der Verbund-Chef im APA-Gespräch.

Im Verbund seien seit 25. Februar Krisenstäbe im Einsatz. Man arbeite zur Vermeidung von Sozialkontakten in getrennten Teams, und alle nicht operativ wichtigen Beschäftigten - rund 1.400, etwa die halbe Belegschaft - seien über Fernzugang im Dienst. Konferenzen würden nur noch auf Web-Basis erfolgen. Es seien somit "für die Mitarbeiter Vorkehrungen getroffen, die gut greifen".

Stabile Netze

Die Betriebssituation selbst sei stabil, auch die Netzsituation, betonte Anzengruber am Mittwoch. Der Zugang zu Kraftwerken sei gegeben, auch im Zillertal in Tirol mit örtlichen Teams. An Baustellen halte man nur noch jene für die Anlagensicherheit notwendigen aufrecht und schließe diese ab - "Stichwort die bevorstehende Schneeschmelze". "Alle anderen Baustellen sperren wir zu."

Die Prognose-Bandbreite zu den Ergebnissen im Jahr 2020, die der Verbund am Mittwoch mit den Bilanzzahlen 2019 gegeben hat, sieht Anzengruber "basierend auf dem aktuellen Wissensstand" als "relativ sicher" an. Dabei orientiere man sich unter anderem an den Forward-Notierungen, auch wenn es an den Energie-Großhandelsmärkten aktuell "natürlich eine fallende Tendenz" gebe. Der Verbund habe rund 70 Prozent seiner diesjährigen Produktion gehedgt, also bereits abgesichert. (apa/red)

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