Stromfresser Bitcoin

Hoher Energiebedarf: Bitcoin-Unternehmen baut eigenes Wasserkraftwerk

Die Bitcoin-Produktion ist ein wahrer Stromfresser. 215 Kilowattstunden an Energie verbraucht eine einzige Bitcoin-Transaktion. Ein kanadisches Bitcoin-Unternehmen will deshalb nun sein eigenes Kraftwerk bauen.

Die Serverräume von Mining-Farmen haben einen extrem hohen Stromverbrauch. Damit sich das Geschäft mit den Bitcoins trotzdem lohnt, sind Miner auf der Suche nach günstigen Stromquellen.

Mit der Energie von nur einer Bitcoin-Transaktion könnte man 3.225 Hemden bügeln, 215 Stunden Staubsaugen oder zwei Tesla-Akkus vollständig aufladen. Zusätzlich müssen die Rechner durchgehend gekühlt werden, wodurch der Energieverbrauch nochmals steigt. Das kanadische Unternehmen DGM Blockchain will nun sein eigenes Wasserkraftwerk bauen, um seinen immensen Strombedarf decken zu können, wie das Online-Magazin Motherboard berichtet. 

Billige Stromproduktion

Das Kraftwerk soll im Südwesten der kanadischen Provinz Castlegar gebaut und bereits im September in Betrieb genommen werden. Mehrere Millionen kanadische Dollar werden in das Wasserkraftwerk investiert. Die Idee ist dabei nicht einzigartig: Weltweit sind Miner auf der Suche nach günstigen Stromquellen, die die Transaktionen der Kryptowährung profitabel machen. Wasserkraft ist eine der effektivsten und gleichzeitig günstigsten Möglichkeit der Stromerzeugung. Deshalb ist sie bei Minern auch besonders gefragt. Im wasserreichen Quebec im Osten Kanadas sollen eigene Kraftwerke sogar so gefragt sein, dass die lokalen Energieversorger neu eingehende Anträge sogar pausieren mussten.  

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