1.ÖSTERR. KLIMA-KÄLTE-TAG

Hochkarätiges, abwechslungsreiches Programm

Das Vortragsprogramm des 1. Österreichischen Klima-Kälte-Tages der HLK am 17. Oktober 2013 in Wien ist abwechslungsreich; praxisorientiert und spannend zugleich. Und ein wichtiger Info-Lieferant für die Klima-Kältetechnik-Branche. Melden Sie sich an.

Unternehmen

Hochkarätige Kurzvorträge zu wichtigen Branchenthemen erwartet die Teilnehmer – hier ein Teilauszug von einigen (der insgesamt 16) Vortragsthemen.

Globale Erwärmung zwingt zu radikalen Maßnahmen

Sie leitet das Institut für Meteorologie und das Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit der Universität für Bodenkultur in Wien und ist eine der weltweit führenden Klimaforscherinnen: Univ. Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb. Was wetter- und klimamäßig zu erwarten ist, welche Faktoren beim Klima zählen, wie sich der Klimawandel auf Europa und Österreich auswirkt und was getan werden kann – Dr. Helga Kromp-Kolb wird die jüngsten Klimaforschungsergebnisse beim 1. Österreichischen Klima-Kälte-Tag präsentieren.

Die Revision der EU-F-Gas-Regulierung

Am 19. Juni 2013 hat der Umweltausschuss im Europaparlament über Rundumverbote von F-Gasen in Wärmepumpen, Kälte- und Klimaanwendungen abgestimmt. „Die Industrie hat von Anfang an ehrgeizige Ziele unterstützt, um den F-Gase Verbrauch um 65 Prozent bis 2030 zu reduzieren, ohne dabei Umweltziele und Kosteneffizienz aus dem Auge zu verlieren. Wir sind mehr als enttäuscht, dass sich der Umweltausschuss im Parlament für Verbote im Hauruckverfahren entschieden hat und dafür extrem hohe Kosten in Kauf nimmt“, sagte Andrea Voigt vom European Partnership for Energy and the Environment (EPEE), unmittelbar nach Bekanntwerden. Im September könnten für die Kälte- Klima und Wärmepumpenindustrie in Europa (welche EPEE vertritt) entscheidende Weichenstellungen seitens der EU erfolgen. Andrea Voigt wird darüber in ihrem Vortrag beim Klima-Kälte-Tag berichten.

Ecodesign-Richtlinie für Kälte- und Klimasysteme

Hilde Dhont (Daikin Europe) wird über die Ecodesign-Richtlinie für Kälte- und Klimasysteme berichten, die seit 1.1.2013 EU weit gilt und für Klimageräte und Wärmepumpen bis 12 kW Leistung verschärfte Effizienzkriterien vorsieht:

  • Mindestenergieeffizienz dargestellt mittels SEER (Seasonal Energy Efficiency Ratio – Kühlbetrieb; mindestens 3,6) und SCOP (Seasonal Coefficient of Performance – Heizbetrieb; mind. 3,4)
  • Maximaler Schallleistungspegel
  • Energieeffizenzlevel (A+++ bis G)

Ab 2014 werden die Effizienzkriterien für Klimageräte und Wärmepumpen nochmals verschärft. Darüber sollten sich Planer, Ausführende und Hersteller auch entsprechend informieren.

Energie und Kosteneffizienz anhand von 2 Fallbeispielen

Gottfried Kadecka (GF von ETAAGO) bringt in seinem Vortrag eine Analyse zweier praktischer Fallbeispiele, die er im Auftrag von Kunden auf ihre energetischen Verbesserungspotenziale (kälte-klimatechnisch) hin durchleuchtete. Das erste Fallbeispiel behandelt mehrere Filialen von MPREIS. Weil keine Einzelverbrauchsmessdaten zur Verfügung standen, wurde auf das Lastgangtool (© Dr. Georg Benke, e7) zurückgegriffen. Ergebnisse wurden vor Ort auf Plausibilität überprüft. Gewerbekälte ist Verbraucher Nr.1 gefolgt von Licht und den Backöfen. Im Zuge der Untersuchung wurde festgestellt, dass Verbrauch der Kälteaggregate im Winter nahezu gleich wie im Sommer ist. Da dies so nicht zu erwarten war, hat sich MPREIS entschlossen das Pilotprojekt MPREIS Axams zu starten. Es wurde der Kondensationsdruck im Winter gemessen. Messungen nach Optimierung ergaben, dass zwischen November 2012 und April 2013 der Gesamtverbrauch an elektrischer Energie um knapp 6 % reduziert werden konnte. Durchschnittliches Einsparpotenzial für alle Märkte: ca. 500.000 Euro.

Beim Fallbeispiel 2 wurde im Auftrag von M & W Zander Saturn Tower (Bürogebäude in Wien) hinsichtlich des Energieverbrauches untersucht. Mit Investitionskosten von 0 Euro (kein Schreibfehler) wurde hier nach Optimierung von Lüftung, Heizung, Kältetechnik eine Kosteneinsparung von 68.500 Euro ermöglicht. Wie und wodurch das möglich war, zeigt Gottfried Kadecka in seinem Vortrag auf.

Anforderungen eines erfolgreichen Handelsunternehmens an die Klimatechnik

Referent Martin Auer (Leitung Bau, dm Karlsruhe) zeigt in seinem Vortrag auf, welche Anforderungen ein erfolgreiches Handelsunternehmen an die Klimatechnik stellt. Welche Entscheidungsfaktoren zählen für dm und warum wurde eine VRF-Lösung gewählt? Auer wird auch ein Resümee (Energie- und Gesamtkosten, Einsparungen, etc.) in sein Referat einbringen.

„SUPER MARKT!“− Module für die ultimative Gesamtlösung

Klaus Koller (Verkaufsleiter Daikin Österreich) und Rudolf Kellner (Manager Refrigeration & Key Account, Daikin Central Europe) zeigen in ihrem Referat auf, wie Daikin sein Klimatechnik-Know-how für die ständige Weiterentwicklung von hochwertigen Serienprodukten auch für den Bereich Kälte und Heizung nutzte. Mit den „All-in-one“-Lösungen kann ein Supermarkt-Projekt in seiner Gesamtheit von einem Hersteller abgedeckt werden. Die modulare Zusammenstellung ermöglicht eine extreme Flexibilität bei der Planung und raschen Umsetzung von Projekten verschiedenster Größenordnungen im Lebensmitteleinzelhandel.

Die Kombination von Hochtechnologie, verpackt in Module die „Plug and play-Baustein“-Charakter haben und deren sofortige Verfügbarkeit ist die einzige Antwort auf immer komplexere und individuellere Projekt-Anforderungen.

Im Hinblick auf die hohe Schlagzahl bei Um- und Neubauten im Supermarktbereich ist dies auch ein wesentlicher Kostenfaktor für die Gesamtinvestition.

Die hocheffiziente Revolution in der Gebäudeklimatisierung

Ing. Peter Strauß (GF von Strauß Kälte-Klimatechnik Gmbh, Salzburg) beschreibt das realisierte Projekt „Gußwerk“, und damit die Planung und Installation von Luftwärmepumpensystemen zur ganzjährigen Konditionierung von ca. 13.000 m² Büro-, Ausstellungs- und Hotelflächen. Die dort installierten Anlagensysteme arbeiten im Prinzip der Direktverdampfung. Die Aufteilung der Anlagen erfolgte in VRF Systeme, luftgekühlte Verflüssigungseinheiten sowie Niedertemperaturwärmepumpen für die Versorgung verschiedener Verbraucher im Gebäudekomplex. Auch auf die flexible Regelung aller Einzelflächen mit übergeordneter Zentralregelung und Einzelenergieabrechnung wird Referent Strauß eingehen sowie einen interessanten Investitionskostenvergleich zu Alternativsystemen zeigen.

1. Österreichischer Klima-Kälte-Tag der HLK findet am 17. Oktober 2013 in Wien statt Bild: HLK/Weka

Alle Referenten und Vorträge zum 1. Österreichischen Klima-Kälte-Tag finden Sie im Internet – dort kann man sich auch gleich anmelden.