50 % VON GREENONETEC ERWORBEN

Haier kauft sich bei österreichischem Flachkollektor-Hersteller ein

Das Solar-Unternehmen GreenOneTec wird zur Hälfte chinesisch – der weltweit agierende Haier-Konzern sicherte sich die entsprechenden Anteile.

Unternehmen

Wie die „Kleine Zeitung“ am 20.Mai 2017 berichtete, steigt die chinesische Haier-Group beim Kärntner Solartechnik-Hersteller GreenOneTec ein. Demnach soll sich der Konzern 51 % der Anteile und 50 % der Stimmrechte am Unternehmen gesichert haben. Die anderen 49 % bzw. 50 % verbleiben beim GreenOneTec-Gründer.

Auf der Website des in St. Veit a.d.Glan situierten Unternehmens konnte man noch nichts vom Haier-Einstieg lesen (24.05.). Dafür erfährt man dort, dass das Kärntner Unternehmen einen Pakt mit dem Ministerium in Havanna geschlossen hat und Sonnenkollektoren in Kuba produziert werden sollen.

Der Konzern Haier

Der chinesiche Haier Konzern wurde 1984 von Zhang Ruimin gegründet und wird heute von ihm als Chairman of the Board of Directors und CEO der Haier Group geleitet. Ihm ist die Wandlung des einstig kleinen Kühlschrank-Herstellers zum Weltkonzern in nur 33 Jahren gelungen. Zhang Ruimin zählt (lt. Fortune) zu den 50 besten Managern dieser Welt.

Heute ist Haier ein in vielen Sparten tätiger, weltweit agierender Konzern – Smarttelefone werden ebenso hergestellt, wie Weißware (Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke,…), Turboverdichter oder Klimaanlagen. In China vertreibt der Konzern seine Ware auch über eigene E-Shops.

GreenOneTec

GreenOneTec entwickelt und produziert thermische Solarkollektoren und Befestigungssysteme in kundenspezifischen OEM-Ausführungen. Das in St. Veit a. d. Glan in Kärnten situierte Unternehmen wurde von Robert Kanduth gegründet. Er begann seine Solaraktivitäten von der Garage aus und entwickelt das Unternehmen zur heutigen Größe. GreenOneTec zählt mit einer jährlich möglichen Produktionskapazität von 1,6 Millionen m² zu den größten Flachkollektoren-Herstellern weltweit (Produktionsvolumen 2015: 540.000 m²). Über 85 % der Produkte werden exportiert. Das ist gut so, denn in Österreich könnte das Unternehmen kaum überleben, nachdem 2016 in Österreich insgesamt 130.000 m² thermische Solarkollektoren installiert wurden und der heimische Solarthermie-Markt seit einigen Jahren im zweistelligen Bereich schrumpft.