Neue Richtlinien

EU setzt mehr Energieeffizienz im Gebäudesektor durch

Höhere Energieeinsparungen im Gebäudesektor soll es mit einer neuen Regelung der Europäischen Union geben. Das soll dazu beitragen, die Energieeffizienzziele der EU für 2020 und 2030 zu erreichen.

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Durch neue Richtlinien soll es zukünftig hohe Energieeinsparungen im Gebäudesektor geben.

Gemeinsam mit dem estnischen Ratsvorsitz hat das Europäische Parlament nun eine überarbeitete Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden veranlasst. Damit sollen höhere Energieeinsparungen ermöglicht werden. Die Gebäude sollen schneller und besser renoviert werden und CO2-Emissionen verringert werden können.

Smart Home wo nur möglich

Unter Berücksichtigung der jüngsten technologischen Entwicklungen werden die Vorschriften nächstes Jahr aktualisiert. Wenn es technisch möglich ist, müssen Gebäude bis 2025 mit Automatisierungs- und Steuersystemen, wie intelligenten Stromzählern, ausgerüstet werden.

Mehr Ladestationen für E-Autos

Gebäude, die mehr als zehn Stellplätze mit Ladestellen für Elektroautos haben, sollen demnach zukünftig noch intensiver gefördert werden. In öffentlichen Komplexen, die neu gebaut oder renoviert werden, muss zukünftig mindestens ein Ladepunkt für Elektroautos vorhanden sein. Zudem müssen Kabel verlegt werden, die den Einbau von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge für mindestens jeden fünften Stellplatz ermöglichen.

Bessere Inspektionen von Heizungsanlagen

Außerdem sollen Inspektionen von Heizungs- und Klimaanlagen vereinfacht werden. Durch die neue Regelung wird die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten bei der Festlegung angemessener Inspektionsmaßnahmen und der Häufigkeit der Inspektionen anerkannt. Außerdem soll eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden, um Inspektionen für eigenständige Lüftungssysteme einzuführen.

Kostengünstig und wirksam

"Die Erhöhung der Energieeffizienz ist eine Selbstverständlichkeit. Es handelt sich um eine der kostengünstigsten und wirksamsten Möglichkeiten zur Reduzierung unseres Energieverbrauchs und zur Verwirklichung unserer Klimaziele", erklärte Kadri Simson, Ministerin für Wirtschaft und Infrastruktur der Republik Estland. 

Weiters erklärt er: „In Anbetracht der Menge der verbrauchten Energie ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir hier keinen Fehler machen. Ich glaube, dass wir eine Einigung erzielt haben, die die erforderlichen Einsparungen auf realistische Weise bewirken wird, und ich hoffe, dass die Mitgliedstaaten im nächsten Jahr diese Einigung billigen können.“

Die Mitgliedsstaaten müssen jetzt langfristige Renovierungsstrategien finden, um Investitionen für die Gebäuderenovierung gezielt darauf auszurichten, die Klimaziele bis 2020 und 2030 zu erreichen.

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