Energiepreisindex

Energiepreise für Haushalte steigen deutlich an

Sowohl der Energiepreisindex als auch das allgemeine Energie-Preisniveau steigen in diesem Frühjahr an, wie der Energiepreisindex der Österreichischen Energieagentur zeigt. Sowohl fossile als auch biogene Brennstoffe werden teurer.

Der Energiepreisindex steigt weiter an.

Von Februar auf März stiegen sowohl Energiepreisindex EPI als auch das allgemeine Preisniveau mit jeweils 0,9 Prozent an. Im Jahresvergleich kam der EPI auf ein Plus von fünf Prozent, während die allgemeine Teuerungsrate nur um 1,8 Prozent zulegte. Damit wirkten sich die Kosten für Haushaltsenergie im Jahresvergleich außergewöhnlich preistreibend aus. Betrachtet man die einzelnen Positionen des EPI, spielten die fossilen Energieträger eine besondere Rolle. „Nach dem Rückgang zum Jahresende 2018 zeigt der EPI im Frühjahr 2019 wieder nach oben. Das ist vor allem auf die Entwicklung der Preise für Treibstoffe und Heizöl zurückzuführen. Bei den übrigen Energieträgern gab es hingegen nur geringe Änderungen“, erklärt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.

https://youtu.be/2MK3nK3yR5g

Treibstoffe und Heizöl folgen Rohölpreis

Der Preissturz an den Rohölmärkten im vergangen November hatte kurzfristig für Entspannung bei den Preisen für Heizöl und an den Tankstellen gesorgt. Innerhalb weniger Wochen waren die Preise für die Rohölsorte Brent von über 80 Euro pro Barrel im November auf teilweise unter 60 Euro pro Barrel gefallen.

White Paper zum Thema

© Statistik Austria / Österreichische Energieagentur

„Dem Rückgang im Herbst folgte im ersten Quartal 2019 eine kontinuierliche Gegenbewegung an den internationalen Rohölmärkten. Raffinerieprodukte wie Heizöl oder Benzin reagierten auf diese Marktentwicklung, wenn auch abgeschwächt. In Monatsvergleich haben dann alle erdölbasierten Energieträger wieder zugelegt“, analysiert Traupmann. Während Rohöl im Vergleich Februar 2019 und März 2019 im Schnitt um rund 7,5 Prozent mehr kostete, betrug der Anstieg bei Heizöl 1,4 Prozent, bei Superbenzin 2,4 Prozent und bei Diesel 1,6 Prozent.

Biogene Brennstoffe minimal gestiegen

Der Preis von Brennholz und Holzbriketts stieg im Monatsvergleich um 0,2 Prozent bzw. 1,4 Prozent, während der Preis von Holzpellets um 0,1 Prozent gesunken ist. Im Jahresvergleich legten Brennholz mit 7,2 Prozent, Holzpellets mit 4,2 Prozent und Holzbriketts mit 3,4 Prozent zu.

Fernwärme kostete im März 2019 gleich viel wie im Vormonat. Im Jahresvergleich legte Fernwärme um 2,3 Prozent zu. Auch der Gaspreis stagnierte im Monatsvergleich, während sich im Jahresvergleich ein Plus von 1,5 Prozent zeigte. Die Haushaltpreise für Strom sanken im Monatsvergleich um 0,1 Prozent. Im Jahresvergleich zog der Strompreis um vier Prozent an. 

Verwandte tecfindr-Einträge