Coronavirus

Energie-Unternehmen sehen Coronakrise als Chance

Trotz der schwierigen Situation rund um die Coronakrise schaffen es einige Unternehmen, die Krise für die Umsetzung neuer Projekte zu nutzen. Worauf die Unternehmen dabei besonders setzen, zeigt das Branchenbarometer der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz.

HLK Energie Deneff Coronavirus Digitalisierung Digital

Rund 47 Prozent der deutschen Energie-Unternehmen betrachten die Coronakrise mit großer Sorge, sieben Prozent haben sogar große Angst vor den Folgen. Das zeigt eine Mitgliederbefragung der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz. 

Die Ursache ist vor allem die bestehende Unsicherheiten über Dauer und Folgen der Krise: 86 Prozent der Befragten sehen in diesen Unsicherheiten ein hohes Risiko. Auch Unsicherheiten auf Kundenseiten, zum Beispiel durch Auftragsstornierungen werden von 78 Prozent der Befragten als riskant angesehen. Demgegenüber sehen bisher „nur“ 53 Prozent ein hohes Risiko für sinkende Aktienkurse und Schwierigkeiten bei der Unternehmensfinanzierung.

Entsprechend schnell haben die DENEFF-Mitglieder auf die Krise reagiert: Über 80 Prozent haben Veranstaltungen verschoben und flächendeckend Homeoffice eingeführt. 65 Prozent haben ein Reiseverbot ausgesprochen und weitere 65 Prozent haben bereits ein Risikomanagementimplementiert, Kostensenkungsprogramme hat jedoch bisher lediglich ein Drittel aufgesetzt.

White Paper zum Thema

Zeit für die Digitalisierung

Auch mittelfristig wollen die DENEFF-Mitglieder als Chance nutzen: Fast drei Viertel der Befragten wollen die Krisenzeit für Angebotsinnovationen nutzen. Darüber hinaus setzen 58 Prozent auf neue digitale Marketing-Formate und rund 50 Prozent wollen die Situation nutzen, um „New Work“-Ansätze zu probieren. 

© DENEFF

Nach Ansicht der DENEFF-Mitglieder werden nach der Krise vor allem digitale Lösungen verstärkt nachgefragt sein: 60 Prozent sehen hier eine höhere oder deutlich höhere Nachfrage. Auch Energiedienstleistungen mit Vorfinanzierung und Energiekosteneinsparungen sollen beliebter werden: 51 Prozent sehen hier jeweils eine höhere oder deutlich höhere Nachfrage nach der Krise. Eine weitere Resilienz-Maßnahme wird ebenfalls wichtig bleiben: Immerhin 44 Prozent erwarten nach der Krise eine höhere oder deutlich höhere Nachfrage nach Energieautarkie-Lösungen.

Wie die Digitalisierung der Energiewirtschaft gelingen kann, hat Barbara Schmidt, Generalsekretärin bei Oesterreichs Energie, vor kurzem im HLK-Format "5 Fragen an..." erklärt. 

https://youtu.be/niWX0MSh1Tw