Photovoltaik

Ein Gittermuster holt mehr aus der Solarkraft

Bisherige Versuche in die Richtung zeigten kaum eine Leistungssteigerung – doch sieht es auf einem Solarpanel so ähnlich aus wie auf einem gestreiften Schachbrett, funktioniert das Panel gleich mehr als doppelt so gut. Wie das sein kann und wer hinter dem Fund steckt, lesen Sie hier.

Photovoltaik Forschung Solarpanel

Manche mögen’s lieber gemustert – so auch Solarpanele, wie eine neue Studie zeigt. Ein Team aus Forschern aus Brasilien, Portugal und Großbritannien haben mit ihrem Projekt herausgefunden, dass mehrere Flächen – wie auf einem Schachbrett – mit Linienmuster auf einem Solarpanel die Leistung deutlich steigern.

Das oberflächliche Muster soll dabei die Aufnahme von Sonnenlicht um 125 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Solarzellen steigern. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass periodisch angeordnete Gittermuster die Leistung der photonischen Domaine steigern. Unter der photonischen Domaine versteht man die Region innerhalb der photonischen Struktur, in der ein beugendes (diffraktives) Element periodisch und eindimensional angeordnet wird.

„Mehr Licht in den tiefen Schichten“

Der Trick ist laut dem Forscherteam simpel. „Unsere Untersuchungen zeigen, dass unsere Idee mit komplexeren Lösungen zur Leistungssteigerung absolut mithalten kann – sie absorbiert mehr Licht in den tiefen Schichten des Panels und weniger Licht in der Umgebung der Struktur“, erklärt Physiker Christian Schuster auf dem Fachportal der University of York.

White Paper zum Thema

Ähnliche Versuche anderer Teams hatten bisher nur minimale Leistungssteigerungen erzielen können. Der neue Erfolg könnte für die Zukunft der Photovoltaik eine große Rolle spielen. Denn, wie Schuster es formuliert: „Das Design macht es möglich, Solarzellen vermehrt in dünnere, flexible Materialien zu integrieren und so mehr Möglichkeiten für Solarkraft in mehr Produkten zu schaffen.“