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E-Control stellt Netzbetreibern gutes Zeugnis für Kundenservices aus

122 Strom- und 21 Gas-Verteilernetzbetreiber wurden überprüft. Grundsätzlich ist das Ergebnis zufriedenstellend, in einigen Bereichen gibt es aber noch Verbesserungspotenzial.

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Die Energieregulierungsbehörde E-Control ist mit den Kundenservices der österreichischen Strom- und Gasnetzbetreiber zufrieden.

Die Energieregulierungsbehörde E-Control hat den Kundenservice von 122 Strom- und 21 Gas-Verteilernetzbetreiber überprüft. Grundsätzlich ist die Behörde mit den Kundenservices der österreichischen Strom- und Gasnetzbetreiber zufrieden, sie sieht aber auch noch Verbesserungsmöglichkeiten. Zu den Qualitätsstandards, die eingehalten werden müssen, gehören etwa einheitliche Fristen bei der Beantwortung von Kundenanfragen und Informationen über Termine und deren Einhaltung.

"Auch wenn es in manchen Bereichen durchaus noch Verbesserungspotenzial gibt, können wir sowohl den betroffenen Strom- als auch den Gasnetzbetreibern in Summe ein gutes Zeugnis ausstellen", so E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch. 

Nicht ganz makellos

Bei den Strom-Netzbetreibern wurden 16 Anforderungen genau unter die Lupe genommen. Davon erfüllten 74 alle untersuchten Standards. 27 Netzbetreiber verletzten eine Anforderung, bei 17 waren es zwei Standards und bei vier Unternehmen zwischen drei und fünf Standards. Als erfüllt gilt ein Standard, wenn das Unternehmen die Anforderungen in 95 Prozent aller Fälle einhält.

Nur zwei Anforderungen wurden von keinem einzigen Stromnetzbetreiber verletzt. Einerseits handelte es sich dabei um die Bestimmung, dass Stromzähler rasch nach Eingang des Antrags eingebaut werden müssen. "Andererseits betrifft dies die Anforderung, dass Abschaltungen in Folge von Zahlungsverzug nicht am Freitag oder an Tagen vor gesetzlichen Feiertagen vorgenommen werden dürfen", so E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer. "Im Sinne der Konsumenten ist es uns besonders wichtig, dass es hier zu keiner Verletzung des vorgegebenen Standards kommt."

Der Standard, der am häufigsten verletzt wurde, war die Verpflichtung zu Information über die Standards. Der Verletzungsgrad bezogen auf alle Unternehmen und alle 16 Standards lag bei fünf Prozent.

Bei den 21 Gas-Netzbetreibern wurden 21 Standards überprüft und 98 Prozent eingehalten. Nur fünf Anforderungen wurden von bis zu fünf Unternehmen verletzt. Die größte Herausforderung war laut E-Control die fristgerechte Endabrechnung innerhalb von sechs Wochen bei einem Versorgerwechsel und Vertragsbeendigung. Die Anforderung einer Rechnungskorrektur nach Ansuchen innerhalb von zwei Tagen wurde von zwei Unternehmen nicht erfüllt. Die von Verletzungen der Anforderungen betroffenen Netzbetreiber haben sich laut E-Control verpflichtet, an der Einhaltung zu arbeiten, so die E-Control. (APA/Red)

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