Bio-Öl als Dünger

Dieses Heizmittel eignet sich auch als Bodendünger

Ein europäisches Forschungsprojekt machte kürzlich die Vorteile von Pyrolyseöl aus Restbiomasse als Heizmittel deutlich. Doch das Bio-Öl soll nicht nur heizen, sondern auch düngen.

Die Reststoffe aus der Bio-Öl-Produktion sollen bald als Dünger verwendet werden.

Durch die thermo-chemische Spaltung von Biomasse kann Pyrolyseöl gewonnen werden. Damit sollen Reste von Biomasse als nachhaltiges Heizmittel verwendet werden und der CO2-Ausstoß reduziert werden. Die Abfallprodukte aus der Bio-Öl-Produktion können außerdem für die Düngung von Böden benutzt werden, wurde im europäischen Forschungsprojekt Residue2Heat herausgefunden. An dem Projekt sind neben der Universität Innsbruck auch die RWTH Aachen sowie weitere Institute in Italien, Finnland und den Niederlanden beteiligt. Insgesamt werden 5,4 Millionen Euro in die Erforschung des Öls investiert.

Weniger CO2

Bis zu 95 Prozent weniger Treibhausgasemissionen werden beim Einsatz von Schnell-Pyrolyse-Bio-Öl im Vergleich zu herkömmlichen Heizmitteln produziert. Das Pyrolyse-Öl ist vor allem als biogener Brennstoff der zweiten Generation für die Verbrennung in einer Raumheizung geeignet.

Recycelter Bodendünger

Die aus der Pyrolyseöl-Produktion anfallende Asche kann recycelt werden und damit positive Auswirkungen auf die Umwelt haben. Das Forschungsprojekt zeigt, dass die Asche eine positive Wirkung auf das Pflanzenwachstum hat. Das könnte zur Bodenverbesserung in der Landwirtschaft beitragen. Einige mögliche Risiken wie zum Beispiel der Kohlenstoffbestand der Asche, müssen jedoch noch genauer untersucht werden.