Schadstoffe in Solarmodulen

Die Schattenseite der Sonnenenergie

Solarenergie aus Photovoltaikanlagen gilt eigentlich als umweltfreundlich. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass Solarmodule auch einige Gefahren mit sich bringen.

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Solarstrom gilt meist als saubere und umweltfreundliche Energie. Bei der Entsorgung der Solarmodule kann es jedoch zu großen Gefahren für die Umwelt kommen.

 Seit 2006 ist die Verwendung giftiger Schwermetalle in der Elektroindustrie EU-weit untersagt. Ausgenommen davon sind jedoch die Hersteller von Photovoltaikanlagen. Bei der Entsorgung von PV-Modulen können so giftige Schadstoffe in den Boden und das Grundwasser gelangen. Das geht nun aus einer Studie im Auftrag des deutschen Bundeswirtschaftsministeriums über die Schadstofffreisetzung aus Photovoltaik-Modulen hervor.  

Blei und Cadmium im Boden

Forscher des Stuttgarter Instituts für Photovoltaik ipv und des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte und Abfallwirtschaft ISWA untersuchten dabei die vier wichtigsten Photovoltaik-Technologien auf wasserlösliche Schadstoffe. Die Untersuchungen zeigten, dass vor allem Blei und das karzinogene Cadmium durch Regenwasser aus den Solarmodulen gewaschen werden können. Deshalb ist stets auf eine ordnungsgemäße Entsorgung der Solarmodule zu achten. Werden Module oder Teile davon über normale Abfalltonnen oder Glascontainer entsorgt, können enorme Umweltgefahren entstehen. Laut den Forschern werden bis Ende 2018 rund 3.700 Quadratkilometer der Erde mit Solarmodulen bestückt sein. Täglich kommen rund drei Quadratkilometer Solarfläche mit umweltschädlichen Schadstoffen hinzu.

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