Gastransit

Deutsche Wirtschaft pocht auf Russland-Ukraine-Gasvertrag

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier will den Gastransit durch die Ukraine auch 2019 sicherstellen und hofft auf eine Einigung zwischen Russland und der Ukraine. Streitpunkt ist vor allem das Pipeline-Projekt Nordstream II.

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Peter Altmaier hofft, dass der auslaufende Vertrag zwischen Russland und der Ukraine bald ersetzt wird.

Die deutsche Wirtschaft und Wirtschaftsminister Peter Altmaier drängen auf einen baldigen russischen-ukrainischen Gastransitvertrag. Aus wirtschaftlicher Perspektive sei eine Einigung über einen neuen Gastransitvertrag zwischen Russland und der Ukraine bis zum Jahresende wichtig, sagte Wolfgang Büchele, Vorsitzender des Ostausschusses/Ostverein der deutschen Wirtschaft (OAOEV), am Montag - einen Tag vor dem Antrittsbesuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin.

"Wir hoffen daher, dass die durch die Bundesregierung vermittelten Gespräche bald greifbare Resultate erzielen und der zum Jahresende auslaufende Vertrag ersetzt wird." Altmaier erklärte: "Der Gastransit durch die Ukraine muss auch nach 2019 weitergehen und sichergestellt werden." Deutschland bezieht russisches Gas über Pipelines, die in der Ukraine verlegt sind.

2018 lag der deutsche Handel mit dem osteuropäischen Land mit 45 Millionen Einwohnern bei sieben Milliarden Euro (plus acht Prozent). Umstritten zwischen Deutschland und der Ukraine ist die im Bau befindliche Ostsee-Pipeline Nordstream II. Die deutsche Regierung unterstützt das Projekt, das mehr russisches Gas nach Westeuropa befördern soll. Die Ukraine, aber auch Polen und die USA lehnen Nordstream II ab. Die Ostsee-Pipeline wird durch russische und europäische Firmen unter Führung des russischen Gaskonzerns Gazprom gebaut. Beteiligt ist neben anderen europäischen Firmen auch die BASF-Tochter Wintershall. (APA/red)

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