Donau-Universität Krems

Daylight Spaces 2014

Die Sieger des internationalen Architektur- und Designwettbewerbes Daylight Spaces, der vom Zentrum für Umweltsensitivität der Donau-Universität Krems organisiert wird, stehen fest: Kentaro Takeguchi und Asako Yamamoto sowie Michiya Tsukano aus Japan.

Die beiden Sieger des internationalen Architektur- und Designwettbewerbes der Donau-Universität Krems überzeugten die Jury mit dem gekonnten Einsatz von natürlichem Licht zur Strukturierung und Inszenierung von Innenräumen und zur Sicherstellung von visuellen und thermischen Komforteigenschaften.

Tageslicht bestimmt die Nutzbarkeit und den Charakter des Projektes „Koyasan Guest house” der japanischen Architektengruppe Alphaville in hohem Maß. Die Primärkonstruktion des Gebäudes von Kentaro Takeguchi und Asako Yamamoto übernimmt neben ihrer statischen Funktion auch die Aufgabe der Einleitung und Verteilung von Tageslicht im Innenraum. Zusammen mit den eingesetzten Materialen entstehen so charakteristische und tageszeitlich wechselnde Lichtsituationen. Diese Besonderheit wird zudem durch das unauffällige äußere Erscheinungsbild des Gebäudes verstärkt. Der Maßstab und die Art der räumlichen Nutzung sowie der Kontrast zwischen den auf ein räumliches Minimum reduzierten Rückzugszonen und offenen Gemeinschaftsbereichen kennzeichnen das Projekt.

Tageslicht bestimmt die Nutzbarkeit und den Charakter des Projektes „Koyasan Guest house” der japanischen Architektengruppe Alphaville (Kentaro Takeguchi und Asako Yamamoto) Bild: Alphaville,

Kentaro Takeguchi + Asako

Yamamoto, JP

Die Entfaltung hoher architektonischer Qualität auf engstem Raum durch die Nutzung von Tageslicht ist das wesentliche Merkmal des zweiten Siegerprojektes „House T“ von Michiya Tsukano. Die geometrische Komposition des Gebäudes erlaubt einerseits die natürliche Raumbelichtung, die ausnahmslos von oben erfolgt, andererseits ermöglicht sie die Schaffung von großzügig anmutenden räumlichen Zusammenhängen und Außenraumbezügen. Die Innenräume erfahren dadurch eine entscheidende Aufwertung. Die gezielte Auswahl der eingesetzten Materialien bestimmt die Lichtfarben in den Innen- und Außenbereichen und erzeugt damit eine subtile räumliche Strukturierung.

Die Entfaltung hoher architektonischer Qualität auf engstem Raum durch die Nutzung von Tageslicht ist das wesentliche Merkmal des zweiten Siegerprojektes „House T“ von Michiya Tsukano © Michiya Tsukano, JP
Die Entfaltung hoher architektonischer Qualität auf engstem Raum durch die Nutzung von Tageslicht ist das wesentliche Merkmal des zweiten Siegerprojektes „House T“ von Michiya Tsukano

Das spanische Projekt „Fakultätsgebäude für Gesundheitswissenschaften der Universität Granada“ der Architektengruppe Mediomundo Arquitectos wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Laut der Jury zeige es eindrucksvoll, wie Tageslicht auch in großmaßstäblichen Kubaturen gezielt zur Raumbelichtung eingesetzt werden kann.

Über Daylight Spaces

Seit 2008 wird der internationale Architektur- und Designwettbewerb Daylight Spaces biennal vom Zentrum für Umweltsensitivität des Departments für Bauen und Umwelt ausgelobt. Mit der Initiative soll auf die Bedeutung von natürlichem Licht für zukunftsfähige Gebäudekonzepte hingewiesen und diese im Bewusstsein von Architekturschaffenden verankert werden. Insgesamt wurden bislang mehr als 120 Projekte aus aller Welt eingereicht. Im Sinne des internationalen Austausches von Wissen und Erfahrungen auf dem Gebiet der tageslichtsensitiven Gebäudeplanung winkt den GewinnerInnen ein einmonatiger Aufenthalt in Krems.