Weltklimakonferenz

Das sind die zehn größten Mythen zur Energiewende

Donald Trump sorgt für eine Renaissance der Kohle? Erneuerbare Energien sind nur ein kleiner Ausschnitt im Energiemix? Die völlige Dekarbonisierung kann es sowieso nicht geben? Ökostrom ist nicht marktfähig? Lesen Sie hier die zehn größten Lügen zur Energiewende.

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 8. Der Anteil der Erneuerbaren steigt ja kaum.

Die Technologieentwicklung schießt über die Prognosen hinaus.

Falsch. Immer wieder wurden die Prognosen für erneuerbare Energien übertroffen und die Internationale Energieagentur musste diese deutlich anheben. Vor allem im Photovoltaik-Zubau wurden die Erwartungen deutlich übertroffen. In seinen Ausgaben von 2010 bzw. 2016 ging der EA World Energy Outlook für das Jahr 2015 von einem Zubau von 8 bzw. 52 Gigawatt aus. Erreicht wurde in diesem Jahr jedoch eine Kapazität von 75 Gigawatt. 

9. CO2-Preise sind ungerecht.

Energiesteuer, Energie, Klima, CO2 © http://www.faktencheck-energiewende.at

Energiesteuern im Vergleich.

Falsch. Ein steigender Preis für CO2 hat eine wichtige Lenkungsfunktion. Fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas werden derzeit noch nicht entsprechend besteuert, führende Ökonomen drängen jedoch auf eine solche fiskalische Maßnahme. Im Ausgleich dazu sollen Einkommenssteuern und Lohnnebenkosten gesenkt werden.

10. Mit modernen Technologien löst sich das Klimaproblem sowieso von alleine.

Klimagrenze, Klima, Energie © http://www.faktencheck-energiewende.at

Schnelles Handeln ist gefragt.

Falsch. Um dem Klimawandel entgegen zu wirken benötigt es immer noch mehrere Maßnahmen. Es benötigt auch einen Strukturwandel der Gesellschaft um die Pariser Klimaziele zur Begrenzung der globalen Temperaturerhöhung auf maximal + 2°Celsius zu beschränken.