Kühlmittel

Chemiekonzern macht Kältemittel-Schmuggel für starken Umsatzrückgang verantwortlich

Der amerikanische Chemiekonzern Chemours verzeichnete im zweiten Quartal 2019 einen starken Umsatzrückgang. Den Auslöser dafür sieht das Unternehmen im europaweiten Handel mit illegalen Kühlmitteln.

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Der illegale Kühlmittel-Import nach Europa soll sich auf den Umsatz des amerikanischen Chemiekonzerns Chemours auswirken.

Sie sind günstig, aber auch unsicher: Illegale Kühlmittel sind derzeit vor allem in Osteuropa im Umlauf. Die gefälschten Substanzen in illegalen Behältern landen zuerst in den baltischen Staaten bevor sie von dort aus quer durch Europa transportiert und verkauft werden. Auf offizielle Händler hat der Schmuggel mittlerweile spürbare Auswirkungen: Der amerikanische Chemiekonzern Chemours beklagt, dass die illegalen Kältemittelimporte nach Europa für einen Umsatzrückgang von elf Prozent im Segment Fluorprodukte im zweiten Quartal 2019 verantwortlich sind.

Laut dem neuen Report des Unternehmens liegt der Nettoumsatz bei den Fluorprodukten im zweiten Quartal bei 711 Millionen US-Dollar. Im zweiten Quartal des Vorjahres betrug der Umsatz 801 Millionen Dollar. Neben der illegalen Einfuhr der gefälschten Kältemittel soll sich auch die geringere Nachfrage nach Basis-Kältemitteln in Nordamerika auf die Umsätze ausgewirkt haben.