Güntner

Beim 4. Deutschen Kältepreis gewonnen

Der Deutsche Kältepreis, der vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online und der Arbeitsgemeinschaft Kälte durchgeführt wird, prämiert die besten Konzepte.

Klimatechnik

In der Kategorie „Kälte- oder klimatechnische Sonderanwendungen“ wurde Herr Peter Roth für die Entwicklung eines Regelungsalgorithmus’ ausgezeichnet, der den Ventilatorbetrieb bei Verflüssigern energetisch optimiert. Herr Roth hatte in seinen Untersuchungen den Energieverbrauch eines Kältekreislaufs bei unterschiedlichen Lastzuständen analysiert. Dabei zeigte sich, dass gerade im Teillastbetrieb und unter bestimmten Bedingungen wie hohen Umgebungstemperaturen die Leistungsaufnahme der Verflüssigerventilatoren sogar über der Leistungsaufnahme des Verdichters liegen kann. Unter solchen Umständen kann es energetisch günstiger sein, die Drehzahl der Ventilatoren zu senken. Der resultierende Anstieg der Verflüssigungstemperatur und die folgende höhere Leistungsaufnahme des Verdichters müssen mit der erreichten Einsparung bei der Leistungsaufnahme der Ventilatoren ins Verhältnis gesetzt werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Standardregelungen bietet die von Herrn Roth entwickelte Energy Balance Function für Anlagen im Teillastbetrieb ein mögliches Einsparpotential von bis zu 30 %.

v.l.n.r.: Jürgen Becker, Staatssekretär im BMU; Roland Handschuh und Preisträger Peter Roth (beide Güntner AG & Co. KG) Bild: Günter

Neben der positiven Auswirkung auf den sogenannten energetischen Fußabdruck (der Einsatz dieser Funktion kann in 15 Jahren eine Minderung der gesamten Treibhausgasemissionen um bis zu 6 % bedeuten) ist eine solche Regelung natürlich für jeden Kälteanlagenbetreiber ein wichtiges Mittel, Betriebskosten zu sparen und zu einer höheren Effizienz seiner Anlage beizutragen.

Um auch in Zukunft weitere Möglichkeiten zur Energieeinsparung anbieten zu können, wird das Preisgeld von 10.000 Euro in die Erweiterung dieses Algorithmus auf indirekte Systeme (Rückkühler) fließen.