Die Heizung und Kühlung unsichtbar versteckt

Behagliche Wärme von der Dachschräge

Bei einem Dachgeschoßausbau wird zusätzlicher Wohnraum gewonnen und die Dachschrägen vermitteln eine kuschelige Atmosphäre. Doch was tun, wenn aufgrund der Statik oder der zu geringen Raumhöhe keine Fußbodenheizung möglich ist? Dann ist die Lösung eine Wandheizung, die direkt an den Dachschrägen montiert werden kann. Und das Beste: Im Sommer kühlt dasselbe System das Dachgeschoß angenehm und gesund.

Die Dachschrägenheizung an einem Praxisbeispiel gezeigt: In einem Einfamilienhaus in Wien war aufgrund der niedrigen Raumhöhe kein Bodenaufbau für eine Fußbodenheizung möglich. Deshalb entschied sich der Bauherr für eine Decken- und Dachschrägenheizung. Die Dachschräge wurde ausreichend isoliert und mit Grobspannplatten verkleidet. Auf diesem Holzwerkstoff wurde die Holzunterkonstruktion geschraubt. Darauf wurden die aktivierten Variotherm ModulPlatten zum Heizen und Kühlen fixiert. Das vorisolierte ModulRohr wurde an den Heiz- und Kühlkreisverteiler angeschlossen, die ModulPlatten aus Gipsfaser  verspachtelt und gemalt – fertig!

Beleuchtung in der Heizung/Kühlung integriert

In der Dachschräge wurden Einbauspots, Lichtbänder, Rauchmelder und Lautsprecher berücksichtigt. Für das Lichtkonzept wurden die ModulPlatten mit einem größeren Rohrabstand von 105 mm eingesetzt und die Spots zwischen den Modulrohren verbaut. So kann die gesamte Decke zum Heizen und Kühlen aktiviert werden.  Wichtig ist es, das Lichtkonzept und sonstige Elektroinstallationen bereits bei der Planung zu berücksichtigen.

Heizen von oben – funktioniert das?

Warme Luft steigt auf. Heizt eine Deckenheizung dann die falschen Zonen auf? Nein. Sie heizen im Gegensatz zu Konvektionsheizungen mit wohltuender Strahlungswärme: Die Strahlung überträgt die Wärme durch infrarote Wellen, sehr ähnlich zur Sonnenwärme. Die Strahlen breiten sich im rechten Winkel zur Fläche aus. Bei einer Deckenheizung also von oben nach unten.

Treffen die Wellen auf einen festen Körper – auf Einrichtungsgegenstände, auf den Fußboden oder auf einen menschlichen Körper – werden sie in Wärme umgewandelt. Die festen Körper geben die aufgenommene Energie wieder als Wärme an den Raum ab.

Warum eine Deckenheizung behaglich ist

Eine Deckenheizung ist eine Flächenheizung. Sie nutzt die gesamte Fläche zur Wärmeabgabe. So wird der Raum gleichmäßig temperiert.

Als Wärmeträger wird Wasser durch die Rohre gepumpt. Durch die großflächige Verlegung reicht es aus, das Wasser auf maximal 38 °C zu erwärmen (abhängig von der Außentemperatur).

An der Oberflächentemperatur ist die Deckenheizung 23 bis max. 34 °C warm. Diese Temperaturen werden als sehr angenehm empfunden.

Eine Niedertemperatur-Deckenheizung kann in Räumen zwischen 2,5 und 3,5 Metern Höhe eingesetzt werden. Hier kann sich die Strahlungswärme optimal entfalten – mit Vorlauftemperaturen zwischen 26 und 38 °C. Bei Räumen über 3,5 Metern ist eine höhere Vorlauftemperatur nötig.

Voraussetzungen für eine Decken- und Dachschrägenheizung/Kühlung:

  • Raumhöhe zwischen 2,5 und 3,5 m
  • Konstruktionsaufbau mindestens 5 cm
  • Vorlauftemperaturen zwischen 26 und 38 °C
  • Räume über 3,5 Metern benötigen eine höhere Vorlauftemperatur

(Entgeltliche Einschaltung)