BOSCH WÄCHST WEITER

Bedeutung der vernetzten Welt nimmt weiter zu

Die jüngst präsentierte Unternehmensbilanz 2015 zeigt: Für Bosch in Österreich war es ein erfolgreiches Jahr. Auch für das Geschäftsjahr 2016 erwartet das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen in Österreich eine positive Geschäftsentwicklung.

Unternehmen

Dr. Klaus Peter Fouquet, Alleinvorstand der Robert Bosch AG und

Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich sowie

Regionalverantwortlicher für Mittelosteuropa, erwartet trotz schwächelnder österreichischer Wirtschaft für 2016 ein Umsatzwachstum und meint:

„Treiber der positiven Geschäftsentwicklung sind zunehmend

Lösungen für die vernetzte Welt“.

Bild: Bosch/APA/Schedl

Dr. Klaus Peter Fouquet konnte beim Jahres-Pressegespräch in Wien Ende Mai 2016 viele gute Unternehmens-Nachrichten verkünden, fand aber auch kritische Worte zur österreichischen Standortpolitik. Nicht nur flexiblere Arbeitszeiten (z. b. mit 3 Jahres-Durchrechenzeiten) würde er sich wünschen; es wäre auch sinnvoll, wenn das Lohndumping-Gesetz nicht für Konzern-Mitarbeiter angewendet wird, die sich in Österreich einige Monate auf Schulung befinden.

Umsatzmilliarde deutlich übertroffen

Mit der vollständigen Übernahme des früheren paritätischen Gemeinschaftsunternehmens BSH Hausgeräte GmbH stieg der Umsatz der Bosch-Gruppe in Österreich im Geschäftsjahr 2015 um 277 Mio. Euro oder 32 % gegenüber dem Vorjahr. Auch operativ ist Bosch stark gewachsen und hat vergleichbar gerechnet auf dem österreichischen Markt ein Umsatzplus von sieben Prozent auf über 1,1 Mrd. Euro erzielt. Trotz einer insgesamt schwachen Konjunktur entwickelte sich das Geschäft in allen Unternehmensbereichen positiv. „Dank unserer Innovationskraft konnten wir im abgelaufenen Jahr unseren Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen und so die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro deutlich übertreffen“, so Fouquet. Besonders erfreulich entwickelte sich im Berichtsjahr der Unternehmensbereich Mobility Solutions. Auch das Geschäft mit Hausgeräten sowie Produkten der Industrie- und Medizintechnik verlief sehr gut. Zudem baute der Geschäftsbereich Thermotechnology seine Marktanteile in Österreich im Vorjahr weiter aus. Die Gesamtzahl der Beschäftigten von Bosch in Österreich stieg im Berichtsjahr um drei Prozent auf mehr als 2 900.

Guter Start für 2016

„Ins Geschäftsjahr 2016 sind wir insgesamt gut gestartet und sehen weiterhin Wachstums- und Ertragsperspektiven im österreichischen Markt“, sagte Dr. Klaus Peter Fouquet, Alleinvorstand der Robert Bosch AG und Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich sowie Regionalverantwortlicher für Mittelosteuropa, bei der Jahres-Pressekonferenz Ende Mai 2016 in Wien. Die Umsatzentwicklung von Bosch in Österreich war im ersten Quartal 2016 sektoral unterschiedlich. Insgesamt erwartet Bosch in Österreich für 2016 trotz nur verhaltener konjunktureller Aussichten ein Umsatzwachstum. „Treiber der positiven Geschäftsentwicklung sind zunehmend Lösungen für die vernetzte Welt“, sagte Fouquet.

Stärken ausbauen, neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen

Bosch trieb im Geschäftsjahr 2015 seine Aktivitäten in Österreich weiter voran. Neben Zukunftsaufwendungen in Forschung und Entwicklung von mehr als 100 Millionen Euro stellte Bosch in Österreich rund fünfzig zusätzliche Ingenieure ein. Allein im Entwicklungsbereich beschäftigt das Unternehmen an den Standorten Wien, Linz und Hallein inzwischen mehr als 800 Mitarbeiter. Bosch hat auch sein Engineering Center in Linz erweitert. Dort werden Diesel-Injektoren für Nutzfahrzeuge und Einblasventile für Großmotoren entwickelt. Zudem erwarb Bosch mit der Übernahme der Wiener Zeno Track GmbH einen im europäischen Markt führenden Anbieter von Echtzeit-Ortungs- und Assistenzsystemen. „Wir erschließen neue, aussichtsreiche Märkte und ergreifen gleichzeitig alle Chancen, die sich auch in unseren traditionellen Märkten bieten“, erklärte Fouquet. Strategisches Ziel von Bosch sind Lösungen für die Vernetzung von Mobilität, Industrie, Energiesystemen und Gebäuden. „Nur mit mehr vernetzter Technik kann den Herausforderungen der Zukunft wie Ressourcenverknappung oder wachsende Mobilitätsbedürfnisse begegnet werden“, betonte Fouquet. In einem intelligent vernetzten Gebäude kann zum Beispiel der Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent gesenkt werden.

Ausblick für die Bosch-Gruppe 2016

Nach dem Rekordjahr 2015 will Bosch auch in diesem Jahr seinen Wachstumskurs fortsetzen. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen erwartet für 2016 ein Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent. „Wir werden künftig nicht nur mit innovativen Produkten, sondern auch mit innovativen Services wachsen“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, bei der Bilanz-Presskonferenz in Deutschland im April. Bosch setzt im Vernetzungsgeschäft auf „3S“ – Sensorik, Software und Services. Auf seine breite Basis im Hardware-Geschäft baut das Unternehmen zunehmend vernetzte Services auf. Dabei profitiert Bosch nicht nur von seiner technischen Vielseitigkeit, sondern auch von seiner breiten Branchen- und Domänenkompetenz. Zentrale Bestandteile des Service-Geschäfts sind der neu geschaffene Geschäftsbereich Bosch Global Service Solutions, die kürzlich vorgestellte unternehmenseigene IoT Cloud, sowie das Anfang 2016 auf den Markt gebrachte Bosch Smart Home-System.