SHK-Fachmesse 2016 in Wien

Aquatherm-Resümee: Neues Konzept passt

16.135 Fachbesucher und rund 41.000 Privatbesucher der „Bauen & Energie“ kamen zu Österreichs SHK-Branchenplattform „Aquatherm“ in die Messe Wien. Das neue Konzept passt: 82,8 % der Besucher befürworten es. Interessant auch, was einige Aussteller meinen.

Unternehmen

Die Aussteller der Aquatherm 2016

warteten heuer mit sehr vielen

interessanten Neuheiten auf.

Bild: HLK/Herrmann

In der Messe Wien fand vom 26. bis 29.Jänner d.J. die „Aquatherm“, Österreichs Fachmesse für Heizung, Energietechnik, nachhaltige Energiesysteme, Installationstechnik sowie Klima- und Lüftungstechnik, statt. 224 Aussteller und vertretene Marken, darunter 53 Unternehmen, die erstmals oder wieder vertreten waren, hatten in den Hallen C und D der Messe Wien den insgesamt 16.135 Fachbesuchern ihre Innovationen präsentiert. Dazu kamen noch rund 41.000 Privatkunden von Seiten der „Bauen & Energie“, die am Freitag, Samstag und Sonntag die Stände der Sanitär- und Heizungsindustrie in der Halle C besuchten.

Synergien der neuen Terminkonstellation sind offenkundig

Die wichtigste Neuerung dieses Jahr war die Teilparallelität der „Aquatherm“ mit der „Bauen & Energie Wien“. „Aquatherm“-Aussteller mit B2B- und B2C-Ausrichtung hatten damit erstmals die Chance, sowohl ihre Fachkunden direkt anzusprechen als auch potenzielle Konsumenten, also auch das Publikum der „Bauen & Energie Wien“. Benedikt Binder-Krieglstein, Geschäftsführer von Veranstalter Reed Exhibitions, sieht in der teilweisen Verschränkung von „Aquatherm“ und „Bauen & Energie Wien“ eine erfolgversprechende Option: „Wir wissen aus den Besucherbefragungen, dass 82,2 Prozent der ‚Bauen & Energie Wien‘-Fachbesucher auch die ‚Aquatherm‘ besucht haben. Zudem haben von Freitag bis Sonntag 96 Prozent der insgesamt 45.266 Privatbesucher der ‚Bauen & Energie Wien‘ auch die ‚Aquatherm‘-Aussteller in Halle C aufgesucht. Die wechselseitigen Synergien der neuen Terminkonstellation sind demnach offenkundig. Wir sind auf dem richtigen Weg und werden mit vollem Engagement daran arbeiten, die nächsten Schritte umzusetzen, um alle Aussteller- und Besucherbedürfnisse noch besser abzudecken und damit den Mehrwert einer Beteiligung an der Aquatherm noch weiter steigern.“

Erfolgsfaktoren Standort Wien und großes Ausstellerengagement

Die Messe Wien ist laut Binder-Krieglstein der ideale Standort für die „Aquatherm“: „Der Großraum Wien zählt über zweieinhalb Millionen Menschen. Zusammen mit der österreichweit größten Installateurdichte ergibt das ein enormes geschäftliches Impulspotenzial. Hinzu kommt die top Infrastruktur der Messe Wien.“ Ein weiterer Erfolgsfaktor war das große Ausstellerengagement. „Besonders auffallend waren die vielen großen und optisch ansprechenden Messestände. Man hat gleich gesehen, dass die Branche hinter der ‚Aquatherm‘ steht und die Aussteller viel Eigenmotivation mitgebracht haben, um das Neukonzept der Fachmesse mit Leben zu füllen. Danke an dieser Stelle an alle, die uns als Veranstalter unterstützt und damit ein großartiges Engagement bewiesen haben“, ergänzt der Reed-Geschäftsführer.

Am 28. Jänner 2016 öffnete die „Bauen & Energie“ für Endkunden

ihre Pforten und fand damit zwei Tage parallel mit der „Aquatherm“ statt.

Die Teilparallelität der Endkunden- mit der Fach-Messe hat sich bewährt

und wurde sehr positiv aufgenommen: 82,8 % der Befragten

fanden die Teilverschränkung der beiden Messen gut.

Bild: HLK/Herrmann

82,8 % finden Teilparallelität von „Aquatherm“ und „Bauen & Energie“ gut

Wie die Besucherbefragung ergeben hat, wurde die neue Terminkonstellation von den Fachbesuchern sehr positiv aufgenommen: 82,8 % der Befragten fanden die Teilverschränkung von „Aquatherm“ und „Bauen & Energie Wien“ gut. Mit der „Aquatherm“ selbst zeigten sich annähernd drei Viertel (73,3 %) sehr zufrieden (Schulnoten 1 u. 2; plus 3 = 93,8 %), 76 % wollen die Messe weiterempfehlen (Noten 1 u. 2; plus 3 = 90,7 %), und 84,1 % sagten, vom Messebesuch profitiert zu haben. 47,1 % hatten neue Produkte entdeckt, 28,2 % neue Anbieter. Gut vier von fünf Befragten (82,6 %) bezeichneten das Produktangebot als vollständig.

Die Frage nach der Einschätzung der wirtschaftlichen Situation ihrer Branche beantworteten zwei Drittel der befragten Fachbesucher (65,2 %) mit sehr zufrieden oder zufrieden. Was die Zukunft anlangt, rechnen 53,6 % in den nächsten zwölf Monaten mit einer deutlichen Verbesserung.

Meinungen einiger Aussteller

Auch das Urteil der Aussteller zur Messe fällt insgesamt positiv aus. So bilanzierte Hans-Peter Gahleitner, MSc., Produktmanager der Hilti Austria GmbH: „Für uns war die ‚Aquatherm‘ eine super Chance, uns wieder hier in Wien zu präsentieren. Wir haben das in den vergangenen zwölf Jahren nicht getan und sind, entsprechend unserer Strategie, die Mitmarkekunden zu erreichen, nicht wirklich vorangekommen. Dementsprechend hoch war unsere Erwartung, diese Zielgruppe auf der ‚Aquatherm‘ anzutreffen. Das ist uns, wenn ich mir die Messetage anschaue, sehr gut gelungen. Freilich merken wir die schwierige Lage am Markt. Die gesamte Branche ist im Umbruch. Auch wir verändern uns immer weiter weg vom reinen Produktlieferanten hin zu einem Anbieter von Software und Services.“

Wolfgang Baumgartner, Geschäftsführer von Condair, meint gegenüber der HLK: „Die Standplatzierung und die Einteilung in der Halle D war für uns eine Zumutung, zumal die Bohrhämmer-Vorführungen des Nachbarstandes ziemlich störten. Wesentliche Marktbegleiter im Lüftungs- und Regelungssegment stellten auf der Fachmesse gar nicht aus, was in Summe schade für die gesamte Branche ist. Mit der Kundenfrequenz bei uns am Stand waren wir aber zufrieden.“

Günter Unterberger, Produkttrainer Österreich bei Würth HandelsgesmbH, sagte: „Wir sind mit dem Besucheraufkommen auf unserem Messestand bei der ‚Aquatherm‘ grundsätzlich zufrieden. Das Angebot an Information bei der ‚Aquatherm‘ war riesig. Wir von Würth konnten gute neue Kontakte knüpfen und auch bestehende vertiefen, blicken also optimistisch in das Jahr 2016.“

Von der HLK auf die Aquatherm angesprochen, meint Dipl. (HTL) Ing. Manfred Pfündl, Geschäftsführer von G & P Air Systems: „Wir präsentierten auf der Aquatherm viele Neuheiten erstmals – unsere Zentrallüftungsgeräte von Mandik, eine sehr schöne Entrauchungsklappe für Architekten und die derzeit größte Lamellenbrandschutzklappe (in der Dimension 1,5 x 1,5 Meter) am Markt sowie unsere neue, europäisch geprüfte Entrauchungsklappe mit tollem Preis-/Leistungsverhältnis stießen auf sehr reges Interesse. Auch dass Herr Interholzinger nun für uns arbeitet, überraschte. Kunden teilten uns mit, dass wir für sie das Messe-Highlight in der Lüftungstechnik in der Halle D waren. Mit dem Fachbesucheraufkommen bei uns am Messestand waren wir in Summe sehr zufrieden, auch wenn der Dienstag stärker hätte sein können. Für uns hat sich der Messeaufwand gelohnt − wir werden in zwei Jahren wahrscheinlich wieder dabei sein“.

Ing. Robert H. Friedl, Geschäftsführer GROHE Österreich: „Rückblickend auf eine erfolgreiche und interessante Messewoche freuen wir uns, dass unsere innovativen GROHE Botschaften auf solch positive Resonanz, sowohl beim Fachpublikum als auch bei den Endverbrauchern, gestoßen sind. Wir haben all unsere wichtigen Partner erreicht und konnten unsere Besucherzahl im Vergleich zu 2014 um 13 % steigern. Das neue Messekonzept ist sehr gut aufgenommen worden und stellt eine gute Basis für die Zukunft dar. Mit der ‚Aquatherm‘ und ‚Bauen & Energie Wien‘ als ideale Impulsgeber freuen wir uns auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016.“

Zurückhaltender fiel die Einschätzung von Dipl.-BW Reinhard W. Scheuchl, Vorstand des Verbands der Installations-Zulieferindustrie – VIZ, aus: „Die ersten Beurteilungen der ausstellenden VIZ Mitglieder sind sehr differenziert und reichen von sehr zufrieden bis unzufrieden. Die eigentlichen ‚Aquatherm‘-Tage entsprachen etwa dem Schnitt der Vergangenheit. (…) Der Besuch am Samstag und Sonntag lag im Durchschnitt unter den Erwartungen. Ob das eventuell an einer gewissen Zugangshemmung der Endkunden zu den Ständen der Industrie lag, ist noch unklar.“

Christian Tröger, Geschäftsführer Hansgrohe GesmbH, resümiert: „Für uns als Markenhersteller war die Neukonzeptionierung sowie die entsprechende Umsetzung der ‚Aquatherm‘ ein richtungsweisender Schritt sowie ein positives Zeichen für die Zukunft. Zum einen nutzt Hansgrohe Österreich die Fachmesse als Plattform, um den Fachpartnern Produkt- und Innovationsneuheiten zu präsentieren. Zum anderen konnten durch die Anbindung der Publikumsmesse ‚Bauen & Energie Wien‘ erstmals die Endverbraucher – und somit jene Personen, welche den Auftrag erteilen – direkt angesprochen werden. Die terminliche Zusammenlegung der beiden Messen stellte daher für uns in jeder Hinsicht eine Win-Win-Situation dar, ebenso wurden unsere Erwartungen in Hinblick auf die Besucherfrequenz bei weitem übertroffen. Das große Interesse an unseren Produkten bestätigt unsere strategischen Überlegungen und Vorbereitungen auf die beiden Messen. Das Resümee fällt entsprechend positiv aus: Wir sind stolz, als einer der führenden Vertreter unserer Branche an der Messe teilgenommen zu haben und blicken sehr positiv in die Zukunft. Die Kombination beider Messen stellt einen unschätzbaren Mehrwert für Hansgrohe Österreich dar, entsprechend werden wir 2018 bei neuerlicher gemeinsamer Abhaltung der ‚Aquatherm‘ und ‚Bauen & Energie Wien‘ selbstverständlich als Austeller vertreten sein.“

Viel tut sich in der HLK-Branche − entsprechend wichtig

ist es für Fachleute, sich eingehend zu informieren.

Die Aussteller der Aquatherm boten dazu die Gelegenheit.

Bild: www.fabshoot.me/office@fabshoot.me