Konsequenz aus der Coronakrise

Absage der IFH/Intherm 2020

Die von 21. bis 24. April 2020 geplante IFH/Intherm, die Fachmesse für Sanitär, Haus- und Gebäudetechnik in Nürnberg/D, wird aufgrund der nicht vorhersehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie für 2020 abgesagt. Die Verantwortlichen sehen damit von der ursprünglich angedachten Verschiebung ab und setzen die Gesundheit und Planungssicherheit aller Messeteilnehmer an erste Stelle.

SHK-Branche GHM IFH/Intherm

Ein Bild aus besseren Tagen. Die Fachmesse IFH/Intherm in Nürnberg/D findet heuer nicht mehr statt, sondern erst wieder im April 2022.

Der ursprünglich geplante Termin der IFH/Intherm (21. – 24. April 2020) musste vom Veranstalter GHM aufgrund des vorläufigen Messeverbots der bayerischen Staatsregierung aufgrund der Corona-Krise aufgegeben werden. Am 10. März ging man noch davon aus, dass man einen neuen Termin für 2020 bekanntgeben kann.
Heute wurde bekannt: Nach intensiven Abstimmungen haben die Verantwortlichen der IFH/Intherm, die Veranstalterorganisation GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH sowie die ideellen Träger der Messe unter Federführung der Fachverbände SHK Bayern und SHK Baden-Württemberg gemeinsam entschieden, die IFH/Intherm für 2020 abzusagen.
Besuchertickets, die für die nun abgesagte Messe 2020 bereits gekauft wurden, werden rückerstattet.

Nicht abschätzbare Entwicklung

„Vor dem Hintergrund der steigenden Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und der nicht abschätzbaren Entwicklungen sehen wir von einer Verschiebung und Durchführung der IFH/Intherm in 2020 ab. Die letzten Tage haben gezeigt, dass das Geschehen hochdynamisch und im weiteren Verlauf nicht seriös vorherzusehen ist. Die gegenwärtige Lage bietet unseren Ausstellern, Besuchern und uns daher keine Grundlage für eine verlässliche Planung“, sagt Klaus Plaschka, Geschäftsführer der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH. „Auch wenn wir die Messe schweren Herzens absagen: Die Fairness gegenüber allen Akteuren und die nun gebotene Vernunft sind die Leitplanken dieser Entscheidung.“
Aktuelle Aussagen von Seiten der deutschen Bundes-, sowie der Landesregierung zeigen, dass die angeordneten Maßnahmen mehrere Monate anhalten könnten und damit von einer Fortdauer oder Intensivierung der unsicheren Planungslage auszugehen ist. Dabei dürften die Regelungen insbesondere Großveranstaltungen betreffen.
Dazu Dr. Wolfgang Schwarz, Hauptgeschäftsführer des SHK-Fachverbandes Bayern: „Die herrschende Situation bedeutet faktisch einen enormen wirtschaftlichen Druck auf alle Unternehmen der SHK-Branche. Und dies in einer sehr unsicheren Gemengelage für das komplette Jahr. Das zeigten nicht zuletzt die zahlreichen persönlichen Gespräche der letzten Tage. Wir nehmen unsere Verantwortung ernst und haben uns zu dem schweren, aber aus gesundheitlicher und wirtschaftlicher Sicht wichtigen Schritt entschieden, die IFH/Intherm 2020 nicht stattfinden zu lassen.“

Virtueller Vertrieb kein gleichwertiger Ersatz

Wolfgang Becker, Hauptgeschäftsführer des SHK-Fachverbandes Baden-Württemberg ergänzt: „Wir hatten in den letzten Wochen das Ohr sehr nah an den Ausstellern, die weiterhin ein hohes Interesse am persönlichen Kontakt zu ihren Kunden und zur Vorstellung ihrer Neuheiten haben. Ein virtueller Vertrieb ist dafür bis heute kein gleichwertiger Ersatz. Daher ist es für uns alle umso enttäuschender, dass wir die bedeutendste SHK-Messe des Jahres mit zuletzt über 40.000 Fachbesuchern unter diesen Umständen absagen müssen. Für das SHK-Handwerk bleibt die IFH/Intherm auch in Zukunft der wichtigste Ort, sich über Produkte und Dienstleistungen im SHK-Markt persönlich zu informieren." Auch viele österreichische Fachbetriebe nutzen die IFH/Intherm für einen Besuch in Nürnberg.

Neuer Termin April 2022

Die Gesellschaft für Handwerksmessen mbH beginnt nun umgehend mit den Planungen der IFH/Intherm 2022, um diese wieder in der gewohnten Qualität anzubieten. „Wir blicken nun in die Zukunft und dürfen bereits heute einen neuen Termin mitteilen: Die nächste IFH/Intherm findet von 26. – 29. April 2022 in Nürnberg statt“, sagt Klaus Plaschka, Geschäftsführer der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH. „Selbstverständlich beobachten wir die Lage und behalten uns vor, zwischenjährliche Sonderformate, die positive Impulse für die SHK-Branche setzen, anzubieten, wenn dies auch aus Sicht unserer Kunden sinnvoll und realisierbar erscheint.“