Gasnetz

Ab 2020: Freiwillige Gaskennzeichnung möglich

Ab dem kommenden Jahr können Kunden auf ihrer Rechnung Informationen über die Herkunft ihres Gases finden.

Gaskunden können ab dem kommenden Jahr auf ihrer Rechnung Informationen über die Herkunft des Gases finden, wenn ihr Lieferant diese freiwillig ausweist. Die E-Control hat mit der neuen Gaskennzeichnungsverordnung die Grundlagen dafür geschaffen. Dies soll mehr Transparenz für die Kunden und mehr Erneuerbares Gas bringen.

Laut EU-Vorgaben muss es die Gaskennzeichnung ab Mitte 2021 verpflichtend geben.

Gaslieferanten können in Österreich laut der E-Control nun ab Anfang 2020 freiwillig eine Gaskennzeichnung auf Rechnungen und Werbematerialien ausweisen. Die Gaskennzeichnung sei damit ein weiterer Meilenstein, wenn es darum gehe, die Themen "Greening the Gas" und die Erhöhung des Anteils der Erneuerbaren im gesamten Energiemix voranzubringen, so die Energieregulierungsbehörde E-Control. Der Ausbau von grünem Gas soll beim Kunden direkt sichtbar sein.

"Die Anlehnung der Gaskennzeichnung an die Stromkennzeichnung erfolgt in Hinblick auf neue Richtlinie für Erneuerbare Energie und soll dazu beitragen, dass erneuerbares Gas vermehrt vom Kunden gekauft wird", so E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer am Dienstag laut Pressemitteilung. Die Gaskennzeichnung auf freiwilliger Basis schaffe einen einheitlichen Rahmen, damit sich Händler frühzeitig orientieren können.

Wie bei der Stromkennzeichnung werden nun auch bei Gas im System der E-Control Herkunftsnachweise generiert. Diese können laut Regulierungsbehörde dann - betrugssicher und ohne der Gefahr der Doppelzählung - zur Gaskennzeichnung eingesetzt werden. Diese System werden ab Jahresbeginn fertig und implementiert sein. "Dann wird der Bereich der Erneuerbaren Gase zusätzlichen Aufwind bekommen, um in Zukunft einen transparenten und erfolgreichen Beitrag zu den klima- und energiepolitischen Zielen leisten zu können", betont E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch.

Die neue Richtlinie für Erneuerbare der EU-Kommission fordere ganz klar eine Ausweitung der Stromkennzeichnung auf Gas, Wärme und Kälte. (APA/red)

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