Konferenz

Wege aus der Energiearmut

Arbeit sei das beste Mittel gegen Energiearmut meinte Bundesminister Hundstorfer bei der Konferenz „Wege aus der Energiearmut in Österreich“. Er forderte, dass die Förderkriterien für die thermische Sanierung auf den mehrgeschoßigen Wohnbau ausgeweitet werden sollen.

Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Energiearmut in österreichischen Haushalten ist es, dass die Menschen einen sicheren Arbeitsplatz haben. Das sagte heute, Montag (26.3.), Sozialminister Rudolf Hundstorfer in seiner Begrüßungsrede bei der Fachtagung „Fuel Poverty - Wege aus der Energiearmut in Österreich“ im Wiener Rathaus. „Um den Menschen zu ermöglichen, länger und gesund im Erwerbsleben zu bleiben, wird trotz Budgetkonsolidierung in den nächsten Jahren viel Geld in aktive Arbeitsmarktpolitik investiert", erklärte Hundstorfer.

Eine weitere wichtige und nachhaltige Maßnahme im Kampf gegen Energiearmut sei die thermische Sanierung von Gebäuden. „Einkommensschwache Personen leben meist in schlecht isolierten Häusern. Deshalb müssen die Förderkriterien für die thermische Sanierung auch auf den mehrgeschoßigen Wohnbau ausgeweitet werden", sagte der Sozialminister.

Arbeit ist das beste Mittel gegen

Energiearmut, meinte

Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

Bild: E. Herrmann

Die jährlich 100 Millionen Euro an Förderungen stellen vor dem Hintergrund des Konsolidierungspakets eine wichtige Offensiv-Maßnahme gegen hohe Energiekosten dar. „Die thermische Sanierung wirkt ausgesprochen positiv“, erklärte Hundstorfer.

Energie auch für sozial schwächere Menschen

Auch die steigenden Miet- und Energiepreise sind sehr alarmierend und fördern Energiearmut in österreichischen Haushalten. „59 Prozent der armutsgefährdeten Menschen geben 25 Prozent ihres Einkommens für Miete und Energie aus", sagte Hundstorfer. Das Sozialministerium habe hier Maßnahmen gesetzt, um sozial schwachen Menschen Stabilität und Sicherheit zu geben.

„Wir haben sichergestellt, dass auch Menschen mit einer schlechten Bonität oder Altschulden weiterhin Energie beziehen können, sofern sie eine Monatsrate ihrer Stromkosten vorauszahlen“, sagte Hundstorfer. Zudem wurde ein strenges Mahnverfahren vor Abschaltungen von Strom oder Gas eingeführt. Für Menschen in Zahlungsschwierigkeiten konnte auch bei den Teilzahlungsraten eine Verbesserung erreicht werden. Die Versorger sind nunmehr verpflichtet, zumindest zehn-monatliche Teilzahlungen anzubieten.